27. August 2008 16:34

Neue Studie 

Weltbevölkerung wird trotz Krisen glücklicher

Geld steigert nur bedingt das persönliche Glücksempfingen, persönliche Freiheit beglückt ganz besonders.

Weltbevölkerung wird trotz Krisen glücklicher
© sxc

Trotz aller Krisen werden die Menschen einer Studie zufolge rund um den Globus glücklicher. Das berichtet ein US-deutsches Forscherteam über Umfragen aus 25 Jahren in 52 Ländern. In 45 dieser Länder sind die Menschen demnach heute glücklicher als früher. Der "World Value Survey" wecke damit zum Teil Zweifel an dem Glaubenssatz, dass Geld nicht glücklich mache.

Allerdings wirke sich zunehmender Wohlstand nur in Ländern mit einem Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt von weniger als etwa 12.000 US-Dollar (8.200 Euro) positiv aufs Glücksgefühl aus. In reicheren Ländern wie Deutschland nimmt das persönliche Glücksempfinden nicht generell mit wachsendem Wohlstand weiter zu.

Glücklicher mache vermutlich die größere persönliche Freiheit, die häufig mit einer erstarkenden Volkswirtschaft einhergehe, meinen die Autoren der Originalstudie, die im Fachblatt "Perspectives on Psychological Science" erschienen ist. Das könne auch erklären, warum Menschen in vielen osteuropäischen Staaten sich ebenfalls glücklicher fühlten als vor 25 Jahren, obwohl manche ihrer Länder wirtschaftlich heute sogar schlechter dastünden als zu Zeiten des Kommunismus: Die fortschreitende Demokratisierung habe den Bürgern beglückende persönliche Freiheiten beschert.




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