13. Mai 2008 17:51

Ab ins All 

Weltraumbehörde auf "Austronauten"-Suche

Weil ihr All-Team in die Jahre kommt, sucht die ESA Nachschub. Auch in Österreich.

Weltraumbehörde auf "Austronauten"-Suche
© EPA/NASA TV

Oberpfaffenhofen, wir haben ein Problem“: So ähnlich dürften – in Anlehnung an den berühmten Apollo-13-Funkspruch im Jahr 1970 – die aktuellen Meldungen der Euro-Astronauten ans Kontroll-Zentrum in Deutschland klingen.

Mangel
Der Hintergrund ist allerdings weniger dramatisch als die misslungene Mond-Mission der NASA: Die Europäische Weltraumbehörde leidet unter Personalmangel. „Wir brauchen zwölf Astronauten, um die Internationale Raumstation ISS und unser dortiges Columbus-Labor zu betreiben“, berichtet Gerhard Thiele von der ESA. Im Augenblick seien aber nur acht Leute „oben“.

Managergehalt
Grund genug für den deutschen Chef-Astronauten, auf Talente-Suche zu gehen – auch in Österreich. Bis 15. Juni können sich potenzielle Weltraum-Helden für das strenge Casting bewerben, die erste Mission soll 2013 stattfinden. Das Einstiegsgehalt ist verlockend: 4.200 Euro pro Monat – Netto, versteht sich. „Wir brauchen mindestens vier neue Astronauten, wahrscheinlich sogar mehr“, so Thiele. Denn: Manch ein ESA-Astronaut sei über 50 und denke ans Aufhören.

Nachfolger
Verkehrsstaatssekretärin Christa Kranzl hofft nun, dass Österreichs erster Raumfahrer, Franz Viehböck, einen würdigen Nachfolger bekommt: „Ich würde mich irrsinnig über eine Frau im All freuen. Österreich braucht Vorbilder“. Infos: www.esa.int




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