Abgefahrene Preisunterschiede für Mietautos

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Abgefahrene Preisunterschiede für Mietautos

Sorgfältig Preise vergleichen rechnet sich für Reisende, die ein Mietauto für ihren Urlaub schon in Österreich buchen. Denn: Bis zum fast Zweifachen können sich KonsumentInnen für ein Leihauto in ein und demselben Land sparen. Das zeigt ein AK Test über die Mietkosten für ein Auto in zwölf Urlaubsländern in Europa bei acht Anbietern. AK Spartipp: Online Buchen mit sofort Zahlen kommt günstiger als im Urlaubsland bei Autoübernahme!

Unterschiedliche Entwicklung
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Preise für die Autovermietung unterschiedlich entwickelt. In sechs Urlaubsländern (Malta, Mallorca, Gran Canaria, Ibiza, Antalya, Palermo) wurde es billiger: 0,57 Prozent (Palermo) bis 13,10 Prozent (Malta). Anderseits sind die Preise - vor allem auf den griechischen Inseln - in die Höhe geschnalzt: bis zu 15 Prozent.

Enorme Preise
"Die Preisunterschiede zwischen dem billigsten und teuersten Autovermieter sind enorm", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Wer etwa Gran Canaria mit einem Leihauto erkunden möchte, muss mit Preisdifferenzen bis zu 160 Prozent rechnen. Der günstigste Anbieter ist Holiday Autos mit einem Fiat Seicento um 143 Euro für eine Woche inklusive Steuern und Versicherungen. Der teuerste Anbieter Avis verlangt für den VW Fox 372 Euro "all inclusive". "Das ist ein saftiger Unterschied von 229 Euro", rechnet Glatz vor.

Teure Versicherung
Die Personeninsassenversicherung kann den Mietpreis noch verteuern. Bei manchen Autovermietern ist sie im Preis enthalten, manche bieten sie gar nicht an, oder die Versicherung kann erst im Urlaubsland zusätzlich abgeschlossen werden. "Daher sollten Konsumenten immer genau nachfragen, was alles im Preis enthalten ist", sagt Glatz. So bekommen zum Beispiel KonsumentInnen bei Holiday Autos für Mallorca einen Mietpreis mit 152 Euro pro Woche, da ist die Versicherung schon enthalten. Hertz verrechnet für die Versicherung 56 Euro extra. Auch bei den Selbstbehalten bei der Vollkasko bei selbstverschuldeten Unfällen - Ausschluss oder nicht - gibt es manchmal Unterschiede.
Es zeigt sich, dass Online-Buchungen in der Regel wesentlich günstiger sind als die Bezahlung bei Wagenübernahme. So ist etwa die Online-Buchung bei Avis um bis zu 16 Prozent (griechische Inseln) billiger als die Bezahlung direkt im Urlaubsland.

Die AK hat im Mai die Mietkosten für ein Auto in der ersten Augustwoche erhoben - es wurde die jeweils günstigste Autokategorie ausgewählt. Im Preis enthalten sind Steuern und Versicherungen (Vollkasko-, Diebstahl- und Personeninsassenversicherung), unlimitierte Kilometer. Geprüft wurde bei den Autovermietern Sixt, Budget, Avis, Hertz, Europcar, Thrifty Car, Sunny Cars und Holiday Autos für Korfu, Rhodos, Kos, Antalya, Ibiza, Gran Canaria, Mallorca, Lissabon, Malta, Zypern, Sizilien, Sardinien.

Tipps der AK Konsumentenschützer
+ Fragen Sie unbedingt beim Anbieter nach, welche Leistungen oder Versicherungen die Mietkosten enthalten.

+ Überlegen Sie, ob eine Personeninsassenversicherung überhaupt nötig ist. Die Versicherungsleistungen sind sehr unterschiedlich. Außerdem können Sie möglicherweise mit einer normalen Reiseversicherung billiger wegkommen.

+ Nutzen Sie das Internet - Preisvorteile können beträchtlich sein. + Vergleichen Sie bei Buchungen im Internet die österreichischen und deutschen Hompages. In manchen Fällen können Sie viel Geld sparen, wenn Sie über die deutsche Homepage buchen.

+ Bevor Sie das Auto im Urlaubsland übernehmen, prüfen Sie es gemeinsam mit dem Autovermieter auf Fahrtüchtigkeit, etwa Reifen, Bremsen.

+ Bei einem Unfall oder eine Panne informieren Sie die Mietwagenfirma. Reparieren oder organisieren Sie keinesfalls selbst etwas.

+ Geben Sie ein vollgetanktes Auto auch vollgetankt wieder zurück. Denn manchmal wird für das Auftanken ein Preis verlangt, der zwei-bis dreimal so hoch ist wie an der Tankstelle.

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