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Außergewöhnliche Touren im Ausland

Fahrrad

Außergewöhnliche Touren im Ausland

Es lohnt sich für Abenteuerlustige außerhalb Österreichs Biking-Trails, aufregende Touren und spannende Regionen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob Sardinien oder Nordkap – es gibt zahlreiche Erfahrungsberichte von erprobten Bikern, welche ihre Informationen teilen und hilfreiche Tipps geben. Folgend gibt es weitere umfassende Hinweise und Empfehlungen für die spektakulärsten und eindrucksvollsten Bike-Regionen von Frankreich über Neuseeland bis nach Südafrika. Viele spannende Gegenden können Biker hautnah erleben inmitten eindrucksvoller Naturschauspiele wie Geysire in Neuseeland oder die beeindruckende Kulisse des Mont Blanc in Frankreich. Mit der richtigen Ausrüstung und einer guten Vorbereitung wird die nächste Tour zu einem nachhaltigen Erlebnis.

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Quelle: http://copenhagenize.eu/

(1) Vorbereitung – Ausrüstungen und Planung

a. Gepäckträger, Taschen und Rucksäcke – sinnvolle Kombinationen

Für eine längere Tour über mehrere Tage, Wochen oder Monate ist genügend Stauraum notwendig, um zumindest die grundlegenden Gegenstände wie Kleidung, Fahrrad- und Flickwerkzeug, Grundnahrungsmittel, Wasserflaschen, Reiseapotheke, Hygieneutensilien und eventuell Campingausstattungen mitnehmen zu können. Bei kleineren Touren reichen Rucksäcke bis zu 15 Liter vollkommen aus, während längere Touren auch 50 Liter berücksichtigen können. Der Rucksack für Biker sollte leicht und wasserabweisend sein und sich dem Rücken gut anpassen, um ihn nicht zu sehr zu belasten. Dazu kommt das Trinksystem, welches in professionellen Rucksäcken bis zu drei Liter fasst und ein komfortables Trinken während der Fahrt ermöglicht. Es ist vor dem Kauf entscheidend, welche Touren gefahren werden sollen und welche zusätzliche Ausstattung der Biker für notwendig hält. SportScheck liefert die passenden Informationen zu Trekkingtouren, längeren Reisen oder Reisen mit Multisportbedürfnissen, nach denen sich der Rucksack und die Empfehlungen richten. So ist ein Netzrücken bei kürzeren Touren mit einer guten Belüftung hilfreich, während der Kontaktrücken eine bessere Lastenkontrolle ermöglicht.

Fahrradtaschen sind vor allem am Gepäckträger gut anzubringen und mittlerweile gibt es auch für Mountainbike-Fahrer Vario-Systeme, in welchen für Touren, die bergauf gehen die Taschen am Rad befestigt werden können und welche bei der Abfahrt wieder auf dem Rücken getragen werden. Gute Fahrradtaschen am Hinterrad besitzen Abschrägungen, so dass noch ordentlich in die Pedale getreten werden kann.

b. Je nach Tour richtig packen – so funktioniert es auf kleinstem Raum

Bei einem Volumen von 30 Litern und maximal acht Kilogramm Gewicht sollte das Packen so kreativ und effektiv wie möglich ausfallen. Generell ist zu beachten, dass bei längeren Touren die schwersten Gegenstände am hinteren Rückenteil gelagert werden sollten, denn so befindet sich der Gewichtsschwerpunkt näher am Körper. Mittelschwere Dinge sind ganz unten oder oben einzubringen und die leichten Gegenstände immer weg vom Körper zu platzieren. Dadurch entsteht keine Hebelwirkung, die sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken könnte.

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Deshalb ist eine gute Polsterung der Rückenpartie sehr wichtig, um während der anspruchsvollen Touren den Rücken nicht zusätzlich zu belasten. Oben sollten sich außerdem schnell griffbereite Dinge befinden, wie Funktions- oder Regenjacke sowie Karte, GPS-Gerät und Kompass. Außerhalb des Rucksacks sollten keine Gegenstände frei herumhängen, denn diese könnten sich leicht lösen und ein zügiges Vorwärtskommen behindern.

c. Karten, GPS und Co. – Tipps für die richtige Orientierung

Mit GPS-Geräten und Smartphones ist es heutzutage nicht mehr allzu schwer, den richtigen Weg zu finden. Viele Internetseiten bieten eigene Routenplaner an, wie beispielsweise anachb.at. Für einfache Touren reichen die Maps auf dem Smartphone meist vollkommen aus, doch bei anspruchsvollen Touren und unwegsamen Gegenden ist ein GPS-Gerätunabdingbar, da nicht überall eine Netzabdeckung vorliegt. Einige Geräte ermöglichen es den Anwendern, die Touren aus dem Netz zu laden und einzuspeichern, so dass zahlreiche Strecken individuell eingerichtet werden können. Klassische Fahrradkarten sind für gut ausgeprägte Abschnitte sinnvoll, denn sie enthalten oft zusätzliche Hinweise zu Unterkünften oder Sehenswürdigkeiten.

Dieses Video zeigt einige Tests zu Fahrradtourenprogrammen:

(2) Traumziel Frankreich – Berge, Küsten und Lebensfreude

a. Normandie und Bretagne  - Küstenvielfalt mit Abwechslung

i. Von London nach Paris – Avenue Verte

Die Avenue Verte, die grüne Straße, erstreckt sich über rund 500 Kilometer. Los geht es in London, über Croydon bis nach Redhill im Greater London Bereich. Von dort geht es über Crawley nach Heathfield, im schönen South County. Dort gibt es einige Streckenabschnitte, die über nicht mehr genutzte Schienenwege führen, inklusive rückeroberter Natur. Alte Dörfer und Aussichtspunkte wechseln sich ab und die Natur bietet ein einmaliges Schauspiel. Interessant wird der Küstenabschnitt von Newhaven bis zur berühmt-berüchtigten Küstenstadt Brighton. Entlang dieser Strecke finden sich die malerischen Klippen des Undercliff Walks. Von Newhaven aus geht es per Fähre herüber nach Dieppe, in der Normandie.

Dort führt die Strecke vorbei an dem berühmten Mittelalterschloss d’Arques-la-Bataille, um über Forges-les-Eaux nach Beauvais zu gelangen. Die Region ist sehr idyllisch und teilweise am malerischen Avelon Fluss gelegen. Von dort führen zwei Routen nach Paris:

  • Über Vernont „Le Vexin“
  • Über Senlis und Abbaye de Ryoaumont „Les Bords de L’Oise“

Die Tour am Fluss Oise entlang inspirierte schon Vincent Van Gogh zu zahlreichen Gemälden und führt zunächst bis nach Cergy und Conflans-Ste-Honorine. Die Finale Route geht von der Oise hinüber in die Seine, an kleinen Fischerdörfern und einem ausgeprägten Wald entlang. In Masons-Lafitte gibt es zahlreiche Möglichkeiten, per Mountainbike die Wildnis zu erkunden, wie beispielsweise eine Tour unter folgendem Link.

An der Seine entlang erreichen die Tourenfahrer über Saint-Denis und Nanterre endlich die Hauptstadt der Franzosen, Paris.

ii. Von Nantes bis nach Roscoff – Den atlantischer Ozean im Blick

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Foto: Pixabay.com © cate06 (CC0 1.0)

1200 Kilometer geht die Route Vélodyssée von Roscoff am Atlantik, über Nantes und Biarritz bis an die spanische Grenze, die längste Radstrecke in Frankreich. Der Abschnitt bis Nantes führt durch den Naturpark Armorique in der Bretagne, der vor allem zur Flächenrückeroberung beiträgt. Er ist der zweitgrößte Park Frankreichs, mit über 170.000 Hektar Fläche und wer über die Vélodyssée den Park durchquert, kann einige Abstecher in faszinierende Ecken machen. Dort bietet sich mit dem Monts d’Arrée ein echtes Highlight für Mountainbike-Fans.

Von Roscoff führt die erste Station nach Morlaix, mit den berühmten Viadukten und einem malerischen Hafen, durch den Park Armorique bis nach Carhaix, wo Frankreichs größtes Musikfestival Vieilles Charrues stattfindet. Über Pontivy geht es weiter nach Redon am Nantes-Brest-Kanal mit zahlreichen Zwischenstoppmöglichkeiten wie dem mittelalterlichen Josselin oder Malestroit nach Redon. Die letzte Etappe schlängelt sich durch die Marschen vorbei an Guenrouet und Blain, bis der Weg schließlich am Kanal endet und an dem Fluss L’Erde weiterführt. Rendevousenfrance.com liefert zusätzliche Informationen.

b. Côte d’Azur und die Alpen – Herausforderungen am Limit

i. Von Nizza nach Marseille – Traumstrände und Felsküsten

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Foto: Pixabay.com © geokubidus (CC0 1.0)

Entlang der Côte d’Azur führen die Radwege von Nizza bis nach Cannes über Cagnes-sur-Mer. In Cannes sollten die Reisenden die Inselgruppe vor der Küste Îles de Lérins nicht verpassen und einmal über den Boulevard de la Croisette flanieren.

Weiter führen die Wege an der traumhaften Küste entlang über Fréjus und Sainte-Maxime, mit einem möglichen Abstecher nach Saint-Tropez. Nächste größere Stadt ist Hyères, doch zuvor muss der Pass Col de Collebasse südlich von Saint Tropez überwunden werden. Hyères besitzt außergewöhnliche Strände und eine Küste, die unter Naturschutz steht. Über Toulon geht die Fahrt bis nach Bandol und Saint-Cyr-sur-Mer bis nach Marseille. Nicht immer führen die Radwege auf gesichertem Terrain und leider treffen sich häufig Fahrräder und Autofahrer auf derselben Strecke wieder. Wer nicht zwingend an der Küste entlang fahren möchte, kann eine Alternativroute ab Saint Tropez durch das Landesinnere nehmen.

ii. Rund um den Mont-Blanc – Ansporn für Mountainbiker

Der Mont Blanc ist eine der beliebtesten Mountainbike-Regionen Frankreichs und die Umrundung des Mont Blanc zeigt in vier bis fünf Tagen die Faszination des Berges. Beste Reisezeit ist Juni bis September, da dort die Übernachtungsmöglichkeiten geöffnet haben. Die Tour ist für geübte und erfahrene Biker vorgesehen, denn die Gebirgsumrundungen verlangen Fahrrad, Ausrüstung und Fahrer einiges ab. Es gibt unterschiedliche Touren von 200 bis 600 Kilometern auf über 8000 Höhenmetern. Auf den Strecken gibt es Singletrails, Waldpfade, Passstraßen, Schotterwege und atemberaubende Landschaften. Von Charmonix geht es beispielsweise über Trient nach Orsières in der Schweiz und über Courmayeur weiter in Richtung St-Gervais und zurück. Einen Erfahrungsbericht findet sich auf GPS-Tour.info.

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Quelle: http://blog.gruppenreisen-frankreich.de/

c. Sehenswürdigkeiten und Freizeittipps

In der Bretagne sollten Reisende die Stadt Dinan mit einem Schloss aus dem 14. Jahrhundert nicht verpassen. Mittelalterliche Fachwerkhäuser und Einflüsse aus Byzanz, Persien und dem römischen Reich sind dort zu finden.

Menez-Hom ist der höchste Punkt der Bretagne mit 330 Metern und ein ehemaliger Vulkan, auf dem es sich mit dem Mountainbike sehr entspannt fahren lässt, mit einigen Trails und einem guten Ausblick.

Im Süden des Landes befinden sich die legendären Täler und Passtraßen: du Verdon, de la Tinée, du Var, du Clans, de la Vésubie und de la Roya. Das Tal Roya liegt rund 60 Kilometer von Nizza entfernt am Fuße des Mont Bégo. Den Start macht allerdings das Col de Tende auf 1871 Metern Höhe nach Breil-sur-Roya mit rund 35 Kilometern.

Die Verdonsschlucht „Gorges du Verdon“ liegt im Départment Alpes-de-Haute-Provence mit 21 Kilometern Länge und 700 Kilometern Tiefe. Für Wanderer und Kletter-Fans ist der Canyon ein Tipp, der zu einem faszinierenden Erlebnis werden kann. Mit dem Fahrrad gibt es einige Möglichkeiten, die Schlucht zu umkurven.

d. Verkehrsrichtlinien und Gefahren in Frankreich

Wer mit dem Fahrrad nach Frankreich reist, kann mit der Bahn nur noch auf wenigen Strecken Fahrräder mitnehmen oder muss diese als Gepäckstück „zerkleinern“. Einige Fahrradbusanbieter gibt es jedoch. Die Nationalstraßen (N) sollten Fahrradfahrer umfahren und lieber auf ausgewiesenen Radwegen, im Gelände oder auf den Departmentstraßen (D) fahren. Wer außerhalb geschlossener Ortschaften fährt und auch nachts, im Starkregen oder bei Nebel unterwegs ist, benötigt eine Warnweste.

In den Großstädten wie Marseille oder Paris sollten Radfahrer besonders stark auf den Verkehr achten, denn durch das hohe Verkehrsaufkommen geraten die Radler schnell zwischen die Fronten, da die Wege oft auf den Busspuren verlaufen. In Frankreich gibt es zwar keine Helmpflicht, doch besonders bei dichtem Verkehr und langen Touren ist ein Helm unbedingt empfohlen.

(3) Neuseeland – Land der Vielfalt

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Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, der Nord- und Südinsel und mehreren kleinen Inseln um die Insel herum. 15.000 Kilometer Küste und Gebirge, die bis zu zwei Drittel der Südinsel einnehmen. Für Fahrradfahrer ist Neuseeland eine einzige Abenteuerreise mit sich ändernden Landschaften an jeder Station.

a. Von Christchurch bis Queenstown – Kanäle und Mount Cook

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Foto: Pixabay.com ©  MemoryCatcher (CC0 1.0)

Christchurch ist die größte Stadt der südlichen Insel. 2011 wurde sie durch das verheerende Erdbeben fast vollständig zerstört, das Wahrzeichen  - die Kathedrale  - aus dem Jahr 1881 wurde stark beschädigt und rund 185 Menschen kamen ums Leben. Trotzdem ist Christchurch eine Reise wert, denn einmalige Kulturerlebnisse, Gastfreundlichkeit und neue nachhaltige Architektur im modernen Design warten auf die Reisenden.

Die Fahrradtour startet in Christchurch und führt über Darfield und Metheven vorbei am Mount Hutt und Mount Taylor. Die Canterbury Plains sind die Kornkammer des Landes und umsäumt von den höchsten Bergen. Von Metheven aus starten einige intensive Mountainbike-Touren durch die Berge, wie beispielsweise im Mount Hutt Bike Park.

Die Strecke führt weiter über Geraldine und Fairlie bei Mount Dobson. Der nächste Stopp ist Tekapo am See Tekapo, der zum Erholen und Verweilen einlädt. Dort ist die berühmte Church of the Good Shepherd zu finden, inklusive des berühmten Schäferhunddenkmals. Vom See aus lassen sich zahlreiche Trails für Mountainbikes finden sowie weitere Freizeitmöglichkeiten von Kayaking, Skifahren bis zu einer Sternwarte.

Vorbei am See Pukaki geht es zum Fuße des Mount Cook nach Omarama und weiter durch die Gebirgskulisse. Der Omarama-Lindis Pass ist mit 970 Metern Höhe anstrengend und aufregend zugleich. Hier gilt es, die Zähne zu zeigen, denn bis zur nächsten Etappe Mount Pisa kann die Temperatur gerne einmal bis an die 0 Grad gehen. Vorbei am malerischen See Dunstan bis nach Cromwell geht die anstrengende Etappe, um schließlich über Gibbston und Arrowtown bis nach Queenstown zu gelangen. In Arrowtown gibt es zahlreiche Optionen, mit den Bikes in die Berge zu fahren und die Trails selbst zu erkunden. Dazu kommen aufregende Fahrten über Hängebrücken und enge Passstraßen. In Queenstown selbst lässt es sich mehrere Tage gut aushalten, denn ob Parasailing, Jetboarding, Bungee-Jumping oder Jetfahren – die Stadt ist für Action-Touristen ausgelegt.

Es gibt dort jedes Jahr das Queenstown Bike Festival, das an zehn Tagen Events für Sportler, Fans und Bike-Begeisterte bereithält. Weitere Infos unter http://www.queenstownbikefestival.com/.   

b. Von Wellington bis Auckland – Faszinierende Städte und Parks

Auf der Nordinsel gibt es ebenso bemerkenswerte Routen des Nga Haerenga-Radwegs wie im Süden. Wellington ist die Hauptstadt Neuseelands und bekannt für eine reiche Kulturszene, Sandstrände, den Hafen und den Stadtteil Kelburn, der mit Seilbahn zu erreichen ist und in welchem sich der Hauptcampus der Universität befindet. Für Bike-Fans ist vor allem der Bike Park Makara Peakinteressant, der im Wrights Hill Reservat westlich von Wellington zu finden ist. 250 Hekar wilde Landschaft gilt es zu erkunden. Von Wellington geht es über Porirua am Atarawa Wald entlang über Foxton und Ohakea bis nach Whanganui. An der Strecke sind viele Traumstrände gelegen, die zu Zwischenstopps und längeren Pausen einladen sollten. Whanganui bietet vor allem für Boottouristen und Naturfreunde ein großes Spektakel, mit dem Whanganui Fluss an seiner Seite.

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Foto: Pixabay.com © holgerheinze0 (CC0 1.0)

Die Strecke reicht schließlich durch den Tongariro National Park, das Markenzeichen der Nordinsel. Für Radsportler ist der Park ein wahres Paradies, denn die Trails sind anspruchsvoll und abwechslungsreich. Die nächsten Stopps sind Taupo am Fuße des faszinierenden Sees Taupo, der Tahorakuri Wald bis nach Rotorua. Dort gibt es die beeindruckende Geysire, heiße Quellen und die wohl besten Bike-Trails der Insel. Vulkanerde wechselt sich ab mit Schlammtrails und Downhillstrecken.

Durch den Kaimi-Mamaku Wald Park führt der nächste Streckenabschnitt über Matamata bis hoch nach Whitianga, an der Ostküste der Coromandel Peninsula, dem Maori-Ursprungsort und größte Touristenattraktion im Norden. Zurück geht es schließlich über Thames am Meeresarm des Thames nach Auckland.

c. Sehenswürdigkeiten und Freizeittipps entlang des Nga Haerenga-Radwegs

Besonders für Radsportler gibt es nahezu in jedem Waldgebiet und an jedem Berg Trails oder Offroadstrecken, die es zu erkunden gilt. In Auckland gehört Segeln und Segelboote zum Stadtbild dazu und die Vulkaninseln dort sind beliebte Ausflugsorte. Der Sky Tower ist 328 Meter hoch – das größte Gebäude der Insel. Den Sky Jump trauen sich hier nur wenige zu absolvieren.

Ganz im Süden des Landes ist der Fiordland-Nationalpark, UNESCO Weltkulturerbe und mit 1,25 Millionen Hektar der größte Park Neuseelands. Seehunde, Delfine, Wasserfälle, Regenwälder und spektakuläre Sportmöglichkeiten sind hier zu bestaunen. Nicht entgehen lassen sollten sich Reisende den Milford Sound.

d. Einreisebestimmungen, Visa und Verkehrsrichtlinien

In Neuseeland herrscht Linksverkehr, das ist besonders für Fahrradfahrer oft problematisch, die nicht daran gewöhnt sind. Auch wenn der Bike-Trail abseits der Straße verläuft, kommt es gerade in den Städten und befahrenen Regionen häufig zu Unfällen. Der Highway 1 sollte gemieden werden und für Radfahrer besteht auf der gesamten Insel Helmpflicht!

Das eigene Fahrrad mit dem Flugzeug zu transportieren, ist bei den meisten Reisegesellschaften kein Problem. Oft sind Fahrräder unter 23 Kilogramm ohne Gebühren als Gepäckstück mitzunehmen, darüber kostet es Extragebühren für Übergewicht. Allerdings sollten zumindest bei Air New Zealand folgende Regelungen eingehalten werden:

  • Fahrradkarton oder Fahrradtasche
  • Pedale nach innen gekippt oder entfernt
  • Lenker parallel zum Rahmen
  • Mountainbikes mit komprimiertem Stickstoff dürfen einen bestimmten Gasdruck nicht übersteigen
  • Luft kann im Reifen bleiben

Quelle: http://www.airnewzealand.de/

Reisende unter drei Monaten Reisezeit benötigen in Neuseeland kein Visum, allerdings einen Reisepass, der mindestens drei weitere Monate nach dem Rückreisezeitpunkt gültig ist.

(4) Südafrika – Fahrradfahren auf Höchstleistung

a. Die Garden Route – Biken entlang der Küste von Port Elizabeth bis Kapstadt

Südafrika bietet ebenfalls tolle Möglichkeiten, das Land per Bike zu erkunden. Besonders beliebt ist die Garden Route an der Küste mit dem Startpunkt Port Elizabeth am Ostkap. Dort gibt es Forest Trails, Bergetappen und langgedehnte Küstentouren. Bis nach Kapstadt können acht bis zwölf Tage eingeplant werden, je nach Sightseeing-Lust und Tempo. Zunächst geht es an der Küste entlang über Thornhill nach Jeffreys Bay. In Thornhill gibt es einen eigenen Bike Park, der einfache bis schwere Routen aufweist.

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Foto: Pixabay.com © Counselling (CC0 1.0)

Weiter führt der Trail durch die Woodlands am Formosa Provincial Nature Reservat vorbei nach Plettenberg Bay, am Garden Route Nationalpark. Dort ist über Knysna, George nach Mossel Bay zu fahren.  Mossel Bay ist mit einem milden Ganzjahresklima die historische Hauptstadt der Garden Route. Je nach Monat verläuft die Route entweder durch die Steppenlandschaft Kleine Karoo oder in Küstennähe.

Nächster Stopp ist Cap Agulhas ganz im Süden, der Fuß Afrikas. Dort sind beliebte Bike-Trails zu finden. Über Hermanus geht es schließlich in die gigantische Stadt Kapstadt. Der Cape Point National Park vor Ort gehört zu den beliebtesten Mountainbike-Regionen in Südafrika.

b. Safari per Fahrrad – Von Johannesburg nach Durban

Johannesburg und Durban gelten als heißes Pflaster, doch trotzdem ist eine Radtour auch hier möglich. Zum Teil sind jedoch einige Überfahrten mit einem begleitenden Auto empfehlenswert. Wer will, startet in Vanderbijlpark oder auch erst in Bethlehem, um durch den Golden Gate Nationalpark und die Naturreservate zu fahren. Dort sind zahlreiche Tracks abseits der Straße zu finden, aber auch Museen, Camps und geführte Touren ins Innere.

Weiter geht es nach Borgville, Estcourt und Howick ins Midmar Nature Reservat. Mit 2.857 Hektar Fläche gibt es hier viel Natur zu erkunden. Am Howick Falls fallen die Wassermassen des Umgeni Flusses 95 Meter in die Tiefe. In der Nähe liegen die Wasserfälle Cascade Falls, Shelter Falls und Karkloof Falls.

Pietermaritzburg ist die nächstgrößere Stadt, während sich der Trail über Ashburton, Hillcrest und Pinetown schließlich Durban nähert. In Pinetown gibt es den Giba Gorge MTB Park, der für jede Altersstufe etwas hergibt.

c. Ausflugstipps, Gefahrenhinweise und Reisezeiten 

Sich nicht entgehen lassen, sollten Biker sich das epische Rennen „Cape Epic“. Die Teams bestehen aus zwei Personen, die sich über acht Tage lang am Western Cape und um Kapstadt herum battlen. Die Strecken sind meist um die 800 Kilometer lang und beinhalten 15.000 Höhenmeter – ein Kraftakt, denn die Kurse ändern sich jedes Jahr. Weitere Informationen zu den diesjährigen Fahrten liefert der ORF.

In Durban sollten Reisende die zahlreichen Ausflüge in das Landesinnere wahrnehmen, wie in das Tal der Tausend Hügel, die Midlands und Drakenberge.

Vermeiden sollten Sporttreibende die Monate Januar und Februar, denn die Temperaturen können zu dieser Zeit über 35 Grad klettern. Ansonsten ist an der Küste das ganze Jahr über ein warmes und angenehmes Klima.

Wer sich in den Großstädten aufhält, sollte vor allem nachts aufmerksam sein und unsichere und verlassene Viertel meiden. Nachts sollte weder Fahrrad gefahren, noch ausgedehnte Wandertouren vorgenommen werden. In Südafrika herrscht ebenfalls Linksverkehr und da nicht überall gut ausgebaute Straßen für Fahrradfahrer vorliegen, sollten einige Überfahrten mit Autos geplant werden.

Wichtige Informationen zeigt das Bundesministerium Europa, Integration, Äusseres. 

(5) Fazit

Die meisten Routen müssen die Mountainbiker und Tourenfahrer selbst erlebt haben, um sie entsprechend bewerten zu können. Eine gute Vorbereitung ist jedoch das Wichtigste, um vor allem im Ausland bei Problemen und Schwierigkeiten die richtige Entscheidung treffen zu können. Eine Fahrradversicherung ist dabei ebenso sinnvoll wie grundlegende Tourenplanungen.

Neuseeland und Südafrika sind zum großen Teil touristisch sehr gut erschlossen und wer sich an die vorgegebenen Routen und Begebenheiten hält, wird einige aufregende Streckenabschnitte erleben. Sinnvoll ist es ebenfalls, sich mit anderen auszutauschen und vor Ort Einheimische zu kontaktieren, die Insidertipps geben können.

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