In Europa purzeln die Hotelpreise

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In Europa purzeln die Hotelpreise

Beim Buchen zu warten lohnt sich heuer. Die Hotelpreise in den europäischen Metropolen sind im Juli gegenüber dem Vormonat um 7 Prozent auf durchschnittlich 108 Euro gesunken. In Österreich verbilligte sich die Übernachtung in einem Standard-Doppelzimmer laut trivago Hotelpreisindex (tHPI) um 4 Prozent auf 114 Euro. Überdurchschnittlich stark war allerdings der Preisverfall in Wien - mit einem Minus von 17 Prozent auf 109 Euro.

Günstiges Spanien
Die Zimmerpreise in den spanischen Städten Madrid (96 Euro) und Sevilla (73 Euro) liegen auf dem Jahrestiefststand. Der tHPI repräsentiert die Hotelpreise auf dem Online-Hotelmarkt: Der Index wird anhand der Übernachtungspreise von 53 Online-Reisebüros und Hotelketten ermittelt.

Auch in Skandinavien ist ein Preisnachlass bei den Übernachtungskosten zu beobachten. In Oslo verringerten sich die Preise in den vergangenen vier Wochen um 21 Prozent auf 137 Euro und erreichten den heuer bisher niedrigsten Wert. Auch in Kopenhagen (minus 8 Prozent auf 143 Euro) und Stockholm (minus 10 Prozent auf 151 Euro) sind die Hotels in jüngster Zeit wieder billiger geworden.

Die deutschen Zimmerpreise gaben um 3 Prozent auf 92 Euro nach. Die Berliner Hoteliers senkten die Preise um 25 Prozent auf 89 Euro, die Dresdner um 20 Prozent auf 86 Euro und die Hamburger um 8 Prozent auf 108 Euro.

Auch Reisende nach Osteuropa zahlen weniger für ihr Hotelzimmer. In Budapest kostet die Übernachtung mit 74 Euro um 15 Prozent weniger als im Vormonat, in Prag (84 Euro) gingen die Preise um 13 Prozent nach unten und in Sofia (72 Euro) um 11 Prozent - auch die Preise in diesen Metropolen sind auf ihrem heurigen Tiefststand angelangt.

Teures London
Entgegen diesem Trend gestiegen sind die Preise in der Schweiz - um durchschnittlich 5 Prozent. Wesentlich teurer ist auch London geworden, wo sich die Zimmer zuletzt um 19 Prozent auf 183 Euro, verteuerten. In München wird im Juli um 3 Prozent mehr für ein Doppelzimmer verlangt (104 Euro) als im Juni.

Vergleicht man die Hotelpreise mit dem Juli des Vorjahres, sind diese in den Top-Metropolen Europas - trotz der jüngsten Preissenkungen - unter dem Strich großteils deutlich gestiegen: Die Hotels in Städten wie Stockholm, Barcelona und Paris verteuerten sich im Jahresabstand um bis zu 28 Prozent. In Paris (147 Euro) zahlen die Touristen um 11 Prozent mehr als im Juli 2009, in Barcelona (136 Euro) um 24 Prozent mehr und in Venedig (176 Euro) um 21 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Ebenfalls eine deutliche Preissteigerung im Vergleich zu Juli 2009 verzeichnen Stockholm (151 Euro, plus 28 Prozent), Amsterdam (147 Euro, plus 19 Prozent) und Florenz (122 Euro, plus 12 Prozent). Auch Hoteliers in Madrid (96 Euro) berechnen ihren Gästen im Juli 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Wien schert hier allerdings aus: Selbst gegenüber dem Vorjahresmonat sanken hier die Hotelpreise - von durchschnittlich 112 auf 109 Euro.

Der tHPI gibt das Preisniveau in Euro für ein Standard-Doppelzimmer in den 50 auf trivago am häufigsten frequentierten europäischen Metropolen wider. Die trivago GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf wurde 2005 gegründet und betreibt mittlerweile 21 internationale Länderplattformen.

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