Nackt-Scanner gegen Flug-Terror

Angst

Nackt-Scanner gegen Flug-Terror

Eine 50 Meter lange Schlange vor den Schaltern, Wartezeiten bis zu drei Stunden und strengste Sicherheitsvorkehrungen: Reisende, die am Montag von Wien-Schwechat in die USA abflogen, brauchten viel Geduld. Jeder Passagier musste die Schuhe ausziehen, jedes Handgepäck wurde untersucht, am Gate wartete der Sprengstoffhund – zwei Tage nach dem vereitelten Flugzeug-Attentat in Detroit herrscht Alarmstufe Rot.

Nacktscanner bei uns?
Und bald könnte es für Fluggäste noch ungemütlicher werden: Denn die Diskussion um die Einführung von Nacktscannern auf Flughäfen ist in vollem Gange. Mit diesen Geräten ist es möglich, auch direkt am Körper getragene Gegenstände durch die Kleidung hindurchzusehen.

Eine Erlaubnis müsste vom Innenministerium kommen. Sprecher Harald Noschiel sagt zu ÖSTERREICH: „Schon jetzt gibt es in der EU Pilotprojekte in London und Amsterdam. In Österreich werden sie aber derzeit nicht verwendet und das ist auch in naher Zukunft vorerst nicht geplant.“

Die Stimmen für einen Einsatz werden aber immer lauter. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann startet 2010 mit ersten Probeläufen. Und der Leiter der Sicherheitsabteilung von Northwest Airlines, Douglas Laird, fordert, die bisherigen Metalldetektoren durch die neuen Nacktscanner zu ersetzen.

Gegner kritisieren, die eingesetzten Röntgenstrahlen könnten Krebs auslösen. Zudem verletzten sie die Menschenwürde. Was noch gegen die Nacktscanner spricht: Terror-Bomber Umar Abdulmutallab trug den Sprengstoff in der Unterhose (die beim Nacktscanner zur Wahrung der Intimsphäre gepixelt wird). Er stieg am Airport Amsterdam um – hier steht bereits ein Nacktscanner ...

Fliegen wird mühsam
Fakt ist: Bei Flügen in die USA werden die Sicherheits-Vorkehrungen massiv verstärkt.

  • Eine Stunde vor Landung darf der Sitzplatz nicht mehr verlassen werden.
  • In dieser Zeit ist auch der Gang auf die Toiletten für alle Passagiere verboten.
  • Alle Gegenstände müssen verstaut sein.
  • Es ist verboten, Gegenstände am Schoß zu haben. Und in den USA müssen Passagiere vier statt drei Stunden vorher am Flughafen sein.

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