So können Sie virtuell verreisen

Second Life

So können Sie virtuell verreisen

Liegt Ihr Urlaub schon wieder eine Weile zurück, oder haben Sie das Gefühl, "einfach mal kurz weg" zu müssen? Wem Zeit und/ oder Geld fehlen, wegzufahren, der kann sich auch einfach ins Museumsquartier begeben. Dort kann man sich in der von Ars Electronica und Telekom Austria veranstalteten "Second Life Experience" im net.culture.space mittels seines Avatars in ganz ungeahnte Gefilde beamen.

Mit 3D-Projektion fliegen
Ein Sessel vor einer 3D-Panorama Projektion funktioniert wie eine Art überdimensionierte Computermaus - einmal darin Platz genommen, kann man mit einer 3D-Brille ausgerüstet, durch Gewichtsverlagerung seinen Avatar (digitales Alter Ego des realen Users) lenken und so durch den virtuellen Raum fliegen. Da, wie sich zeigte, bei der Eröffnung des Ausstellungsprojektes am vergangenen Freitag nur lauter unerfahrene Mitreisende anwesend waren, die noch nie einen Fuß in Second Life gesetzt hatten, war es ein Glück, drei kompetente Reiseleiter dabei zu haben. Martin Bredl, Leiter der Unternehmenskommunikation von Telekom Austria, der Internetjurist und Second Life Entrepreneur (auch so etwas gibt es bereits) Peter Harlander, sowie der Berliner Medienkünstler Aram Bartholl bemühten sich redlich, ihrer großen Reisegruppe die Schönheiten der Parallelwelt näher zu bringen.

Bis jetzt wenig Avatare unterwegs
Oder gibt es in Second Life auch Kriminalität? Die Frage, ob wir auf unserer virtuellen Reise auf die Handtaschen aufpassen müssen, wurde von unseren Reiseleitern nicht behandelt. Aber da wir auf der ganzen Reise auf höchstens vier andere Avatare stießen, ist die Sicherheitslage vermutlich ähnlich hoch wie auf einem Wanderurlaub in Island. Das geringe Avatar-Aufkommen erklärte Bredl: "Das ist wie in München. Da gibt es attraktive Plätze, wo viel los ist und andere, wo wenig los ist. In Second Life ist das genauso: Manche Plätze kennen nur die Bewohner".

Auch per Vioce kommunizieren ist möglich
Unser nächster Stoppover war unter der Leitung Bartholls ein derzeit auch im virtuellen Raum stattfindendes Berliner Netzkunst-Festival. "Momentan wird in der virtuellen Welt viel übernommen, was wir aus der realen Welt kennen", so der Berliner Medienkünstler. Ihn interessiere aber vor allem, was man "da sonst noch machen könne". Chatten wollte von den wenigen anderen Ausstellungsbesuchern keiner mit unserem Avatar: "Es gibt jetzt auch eine neue Funktion, in Second Life per Voice zu kommunizieren", erklärte Bartholl. Noch wisse man aber nicht, ob sich das durchsetzen werde: "Die Leute sind es gewohnt, zu chatten und sich dabei auch hinter ihrem Avatar zu verstecken". Sobald man die eigene Stimme einsetzen müsse, fühlten sich viele gehemmter, da sie etwas von ihrer Identität preisgeben müssten.

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