Tauerntunnel ist am sichersten

Test in ganz Europa

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Tauerntunnel ist am sichersten

Der Tauerntunnel ist am sichersten - das ergab die Bewertung von zehn europäischen Tunnelanlagen durch den ÖAMTC und seine Partnerclubs. Kein einziges Bauwerk ist durchgefallen, die untersuchten Anlagen in der Schweiz schnitten aber eher mäßig ab. Das Testergebnis zeige, dass die Betreiber um eine Erhöhung des Sicherheitsniveaus bemüht sind, meinte Goran Bojo vom ÖAMTC am Donnerstag. Die Asfinag betonte in einer Reaktion, bis 2018 insgesamt 1,4 Milliarden Euro "für noch mehr Tunnelsicherheit in Österreich" zu investieren.

Tauerntunnel als Sieger
Der Tauerntunnel, der einzige österreichische Tunnel im Test, wurde vor allem wegen der 2011 neu eingeweihten zweiten Röhre "Sieger". 1999, im Jahr des Brandes mit zwölf Toten und 42 Verletzten, war die Verbindung auf der Autobahn Salzburg-Villach noch als "bedenklich" eingestuft worden. Die beiden deutschen Anlagen bekamen eine "gute" Bewertung. Der Allacher Tunnel bei München und der Wattkopftunnel bei Karlsruhe lagen damit im Soll der Kriterien.

Schweiz schneidet nicht so gut ab

Nur mit "ausreichend" wurden die beiden Schweizer Anlagen Gubrist und Isla Bella bewertet. Bereits im Jahr 2000 wurde letzterer als "bedenklich" eingestuft. Trotz Verbesserung gab es diesmal die rote Laterne. "Verantwortlich für das mäßige Ergebnis sind in erster Linie die fehlenden zusätzlichen Flucht- und Rettungswege", kritisierte Bojo. "Immerhin sind bereits eine Sanierung und der Bau eines Fluchtstollens geplant."

Besser schnitten die italienischen Tunnels in Colle Capretto und San Pellegrino ab, 1974 und 1972 erbaut und damit die Veteranen im Test. Sie wurden etwa von "mangelhaft" auf "gut" verbessert. Der niederländische "Roer" darf sich als "sehr gut" bezeichnen.

Die gröbsten Mängel
Allgemein wurden die meisten Mängel bei der Verkehrsüberwachung, den Flucht- und Rettungswegen sowie im Brandschutz verzeichnet. In jedem zweiten Tunnel fehlten Pannenbuchten oder Seitenstreifen genauso wie Lautsprecher an den Notausgängen. Der Test der zehn Tunnels beruht auf Stichproben und ist nicht repräsentativ.

Zum Tauerntunnel hieß es vonseiten der Asfinag: "Die zahlreichen Querverbindungen zwischen den Röhren ermöglichen kurze und rasche Fluchtwege - Beleuchtung, Lüftung, Notruf- und Feuerlöschnischen sind auf dem neuesten Stand der Technik." Mehr als 14 Millionen Menschen nutzen die Anlage jährlich.
 

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