Moik:

Stadl-Legende greift an

© APA

Moik: "Alle machen es wie die Spatzen"

Es wird das große Treffen der Superstars der Volksmusik-Branche: Der heutige Musikantenstadl aus der Olympia-World in Innsbruck (ORF 2, 20.15 Uhr). Und es geht heute nicht nur um Quoten, sondern um nichts weniger als die Wiederherstellung der Ehre einer ganzen Musik-Sparte. Heute Abend wollen die Kastelruther Spatzen beweisen, dass sie auch live imstande sind, alle ihre Instrumente selber zu spielen. Moderator Andy Borg via Presse: „Der Beweis wird uns gelingen!“ Klar scheint auch, dass die Fans diesen Auftritt mit Standing Ovations goutieren werden. Ein Insider aus der Stadl-Redaktion: „Wir rechnen fix damit und werden dafür sorgen, dass dies sicher passieren wird.“ Also sind auch die vermeintlichen Live-Emotionen während des Musikantenstadls nur Inszenierung? So wie die Tatsache, dass auf allen CDs der Kastelruther Spatzen nicht sie selber, sondern Studiomusiker gesungen haben?

ÖSTERREICH hat jetzt bei jenem Mann nachgefragt, der wissen muss, wie der Schunkel-Hase im Millionen-Business läuft: Stadl-Erfinder Karl Moik: 
„Das machen fast alle so. Es ist einfach eine rationale Überlegung: Studiomusiker sind einfach billiger, besser und schneller. Da ist die Qualität einfach eine ganz andere.“

Spatzen spielen heute live im "Musikantenstadl" auf
Das bestätigt auch ein anderer Insider. Musik-Produzent Klaus Biedermann: „Selbst bei den neuen Rolling-Stones-Alben spielt Keith Richards nicht mehr die Gitarre ein, die Kastelruther Spatzen sind da keine Ausnahme. Die Spatzen müssen mit dem Spott leben. Die Fans werden aber schnell vergessen.“ Also alles nur Betrug?

"Lernen mit Spott zu leben"

ÖSTERREICH: Die Kastelruther Spatzen haben ihre Alben nicht selbst aufgenommen, ist das normal in der Branche?
Klaus Biedermann: Ja, das macht so gut wie jede Band so. Und nicht nur in der Volksmusik. Bei den neueren Alben der Rolling Stones hat Gittarrist Keith Richards auch nicht mehr sein Instrument eingespielt. Dafür haben Studios ja ihre Musiker.

ÖSTERREICH: Ist das nicht trotzdem Betrug an den Fans?
Biedermann: Die Musik ist dieselbe. Aber es ist klar, dass die Kastelruther Spatzen jetzt mit dem Spott leben müssen.

ÖSTERREICH: Wird die Causa den Kastelruther Spatzen schaden?

Biedermann: Ich glaube nicht. Die wirklichen Fans wollen die Musik weiter hören. Das regt nur die Außenstehenden wirklich auf.

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