12. August 2011 08:39

Fleißige Helferlein 

Fledermäuse und Vögel als Gartenhelfer

"die umweltberatung" gibt Tipps zur Förderung von Fledermäusen im Garten.

Fledermäuse und Vögel als Gartenhelfer
© sxc

Den wachsamen Abendseglern und Mehlschwalben entgeht nichts, sie fangen Insekten in der Luft. Dadurch machen sie sich im Garten nützlich. "die umweltberatung" gibt Tipps, um diesen Helfern eine Bleibe im Garten zu schaffen.

Insekten-Jäger
Abendsegler und andere Fledermäuse arbeiten nächtens fleißig - nicht als Vampire, sondern als Insektenjäger. Eine Kolonie mit 50 Tieren benötigt während einer Saison mehr als 15 kg Insekten! Ihre Beutetiere sind häufig nachtaktive Insekten, darunter auch einige Schädlinge wie Apfel- und Pflaumenwickler, verschiedene Spanner, Mücken, Käfer und Fliegen. In Wien leben 20 verschiedene Fledermausarten, österreichweit kommen 28 Arten dieser Insektenjäger vor.

Trotz dieser Artenvielfalt sind die Fledermäuse stark bedroht: "Es mangelt an geeigneten Lebensräumen, Unterschlupf und Nahrung. Pestizide vergiften die Beutetiere der Fledermäuse und gefährden deren Bestand. Einfache Maßnahmen helfen den Fledermäusen zu überleben. Das Verzichten auf giftige Spritzmittel im Garten ist besonders wichtig für Fledermäuse und andere nützliche Tiere im Garten", erklärt Mag.a Bernadette Pokorny, Gartenexpertin von "die umweltberatung".

Maßnahmen, um Fledermäuse zu fördern

o Verzicht auf Insektizide und Herbizide im Garten
o Dachstühle, Verschalungen und Keller nicht komplett dicht machen, damit die Fledermäuse weiterhin einfliegen können, oder spezielle Fledermaus-Dachziegel einbauen.
o Hecken aus heimischen Gehölzen, Blumenwiesen und Mauerbegrünungen pflanzen- sie locken Insekten an und bieten Fledermäusen und Vögeln Nahrung
o Altbäume stehen lassen als Versteckmöglichkeit für Fledermäuse

Die Stadt Wien führt ein Schutzprogramm für Wiens Fledermäuse im Rahmen von Netzwerk Natur durch, das "die umweltberatung" unterstützt. Netzwerk Natur ist das Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22.

Neuer Folder der MA 22: Fledermäuse in Wien. Eine Nachtgeschichte.

Wie Fledermäuse leben, was man für sie tun kann, wo sie ihre Jungen zur Welt bringen oder welche Gebiete die Wiener Fledermäuse bevorzugen: Das alles und noch viel mehr kann man in einem neuen Folder der Wiener Umweltschutzabteilung über die Fledermäuse in Wien nachlesen.

Der handliche, mit vielen Fotos und Abbildungen ausgestattete Folder kann kostenlos bei der Wiener Umweltschutzabteilung angefordert werden: MA 22-Foldertelefon: 01-4000-73420, uk@m22.magwien.gv.at

Mehlschwalben - plaudernde Gesellen unter dem Dach
Mehlschwalben gelten seit der Antike als Glücksbringer. Die Schwalben mit dem weißen Bauch leben gerne in der Nähe des Menschen. Auch in Wien brüten Mehlschwalben an Gebäuden, unter Dachvorsprüngen und Fensterrahmen. Sie brauchen die Nähe zu Gewässern mit naturnahen Uferbereichen, wo sie ausreichend Insekten und Material für die halbkugeligen Lehmnester finden.

Die Hauptnahrung von Mehlschwalben besteht aus im Flug erbeuteten Insekten wie Mücken, Fliegen und Blattläuse. Wegen abnehmender Brutmöglichkeiten durch Gebäudesanierungen und durch das Entfernen von Nestern gehen die Mehlschwalbenbestände zurück.

Schwalben im Garten fördern
o Schwalben am Gebäude nisten lassen. Das Anbringen von Kotbrettern an der Fassade verhindert Verschmutzungen durch ihren Kot. o Lehmpfützen anlegen, damit die Tiere Lehm für den Nestbau finden. o Wo Schwalben bereits einmal genistet haben: Kunstnester oder Schwalbenhäuser an einem überdachten Platz mit freier Anflugmöglichkeit in mindestens 2,5 m Höhe anbringen.
o Wie zur Förderung von Fledermäusen gilt auch für Schwalben: Verzicht auf chemisch-synthetische Spritzmittel und Gestaltung mit heimischen Gehölzen, Blumenwiesen und Mauerbegrünungen

Mehr Infos: www.umweltberatung.at
 




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