13. Mai 2013 09:11

Studie zeigt 

Klimawandel bedroht zahlreiche Lebewesen

Mehr als die Hälfte der Pflanzen wird bis 2080 den Lebensraum verlieren.

Klimawandel bedroht zahlreiche Lebewesen
© sxc

Durch den Klimawandel werden laut einer Studie voraussichtlich ein Drittel der häufigsten Tierarten und mehr als die Hälfte der Pflanzenarten bis zum Jahr 2080 die Hälfte ihres Lebensraums verlieren. Durch den weiter zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen werde sich die Erde im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bis zum Ende dieses Jahrhunderts um etwa vier Grad erwärmen, schrieben Wissenschafter der britischen University of East Anglia in ihrer am Sonntag in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlichten Studie. Diese Entwicklung werde den Lebensraum von rund 55 Prozent der Pflanzen und 35 Prozent der Tiere halbieren.

In ihre Untersuchung bezogen die Wissenschaftler 48.786 Arten ein. Am gefährdetsten sind demnach Pflanzen, Amphibien und Reptilien, da ihre Anpassung an veränderte Lebensbedingungen im Vergleich zu der schnell fortschreitenden Erderwärmung sich zu langsam vollziehe. Die am stärksten betroffenen Gebiete werden der Untersuchung zufolge Afrika unterhalb der Sahara, Zentralamerika, das Amazonas-Gebiet und Australien sein.

Forscherin Rachel Warren erklärte, ihr Szenario sei wahrscheinlich noch optimistisch, weil in die Untersuchung nur die steigenden Temperaturen, nicht aber Auswirkungen des Klimawandels in Form von Wirbelstürmen oder Überschwemmungen miteinbezogen worden seien. Zugleich warnte Warren, die Gefährdung zahlreicher Arten werde auch der Mensch zu spüren bekommen. Schließlich trügen einige Lebewesen entscheidend zur Reinigung von Wasser und Luft und zur Eindämmung von Überschwemmungen bei oder sie seien ein wichtiger Teil der Nahrungskette.

Um die Zerstörung wichtigen Lebensraums zu beschränken, müsse der Ausstoß von Treibhausgasen schnell verringert werden, forderten die Forscher. Wenn die Zunahme der Emissionen bis 2030 gestoppt werde, falle der Verlust von Lebensräumen immerhin 40 Prozent geringer aus als in der Studie prognositiziert.
 




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