05. Mai 2010 09:46
Nun können auch Handynutzer ihren Beitrag zur Umwelt leisten. Denn Samsung
bietet sein Solar-Handy S7550 (Blue Earth) in Österreich an. Bisweilen sind Puma,
LG
(GD 510) und Samsung die einzigen Hersteller, die ein solches Gerät in
ihrem Portfolio haben.
Neben den integrierten Solarzellen zeichnet sich das Blue Earth durch die
Verwendung von recycelten Materialien aus. Grob gesagt, besteht der Großteil
des Handys aus alten Plastikflaschen. Außerdem versichert Samsung, dass bei
der Herstellung weder Weichmacher noch PVC zum Einsatz kommen.
Spartricks
Und Samsung hat sich noch weitere
Energiesparmaßnahmen einfallen lassen. Die Solarzellen laden bei
Sonneneinstrahlung die Akkus auf. Wie lange eine Vollladung dauern wird,
wollte Samsung noch nicht sagen. Das Ladegerät, das auch aus
Recycling-Material besteht, soll besonders wenig Strom verbrauchen und
verschiedene Programme helfen den Usern ebenfalls beim Energiesparen.
Beispielsweise errechnet der integrierte Schrittzähler, wie viel CO2 der
Anwender zu Fuß gegenüber einer Autofahrt eingespart hat. Und im Eco-Mode
geht das Blue Earth besonders schonend mit dem Saft der Akkus um.
Technische Ausstattung
Obwohl das Gerät umweltschonend ist, hat
Samsung bei der technischen Ausstattung nicht gespart. Bedient wird das
Handy hauptsächlich über den 3 Zoll großen und kapazitiven Touchscreen. Für
den schnellen Weg ins Internet steht neben HSDPA auch WLAN zur Verfügung.
Die 3,2 MP Kamera (Fotos und Videos) findet neben den Solarzellen auf der
Rückseite gerade noch Platz. Den 130 MB fassenden integrierten Speicher kann
man via microSD-Karten (max. 16 GB) erweitern. Ein MP3-Player und das
FM-Radio sorgen für die musikalische Unterhaltung. Des Weiteren sind eine
Bluetooth- und eine MiniUSB-Schnittstelle integriert. Letztere zeichnet sich
durch einen schnellen Datenaustausch mit einem Rechner aus.
Kritik
Trotz dieses Öko-Smartphones ist bei Samsung und seinen
Umwelt-Ambitionen jedoch nicht alles im Lot. So Schnitt das Unternehmen beim
aktuellen Greenpeace-Ranking
für IT-Konzerne gar nicht gut ab. Im Vergleich zum Vorjahr
verschlechterte sich Samsung um sechs Plätze und belegt nur noch Rang 13
(von 18).