Große Schäden

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10 Tote: Tornado wütet in Mississippi

Bei einem schweren Tornado sind im US-Bundesstaat Mississippi am Samstag mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern seien auch zwei Kinder, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörde. Bei einem handle es sich um ein erst drei Monate altes Baby. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt.

Der Wirbelsturm mit einem Durchmesser von über einem Kilometer und Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern habe auf seinem Weg durch den Südstaat von der westlichen Grenze nach Louisiana in Richtung Nordwesten nach Alabama eine Schneise der Verwüstung gezogen. Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten umgeknickt. In der besonders schwer betroffenen Kleinstadt Yazoo City kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Weiter nördlich, im Bezirk Choctaw, starben fünf Menschen. Dutzende wurden verletzt.

Teile des 14.500-Einwohner-Orts Yazoo City seien "ausradiert", sagte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Greg Flynn. Viele Häuser lagen in Trümmern. Suchtrupps durchkämmten sie bis zum Abend nach weiteren Vermissten. Mehrere Verletzte mussten in die Krankenhäuser umliegender Orte gebracht werden. "Kirchen wurden weggefegt, Bäume und Stromleitungen heruntergerissen", sagte Mississippis Gouverneur Haley Barbour, der in Yazoo City wohnt.

Da die Rettungsarbeiten andauerten, musste nach offiziellen Angaben mit weiteren Toten und Verletzten gerechnet werden. Der Gouverneur rief für 17 Bezirke den Notstand aus. Er forderte die Nationalgarde zur Unterstützung an. Auch das Rote Kreuz war im Einsatz. Hubschrauber unterstützten die Rettungsarbeiten in besonders schwer zugänglichen Gebieten aus der Luft. Tornado-Warnungen galten auch für Regionen in den Bundesstaaten Alabama, Tennessee, Kentucky, Georgia , Ohio sowie Illinois und Indiana. Der Nationale Wetterdienst warnte vor "zum Teil gefährlichen Situationen". "Suchen sie Schutz, sobald sie den Donner hören", hieß es bei AccuWeather. Die Leute "müssen sich unter der Erde befinden", um wirklich sicher zu sein, meinte ein CNN-Meteorologe.

Das gewaltige Sturmtief sorgte im Süden und Mittlerem Westen der USA für mindestens weitere 40 Tornados. Betroffen waren auch die Staaten Missouri, Tennessee, Alabama, Georgia, Arkansas, Kentucky und Indiana. Für die Region sind Tornados keine Seltenheit.

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