100 Flüchtlinge stürmten Eurotunnel

London/Calais

100 Flüchtlinge stürmten Eurotunnel

Nachdem in der Nacht der Zugverkehr im Eurotunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien ausgesetzt werden musste, weil etwa 200 Flüchtlinge versuchten, in den Tunnel zu gelangen, konnte der Bahnverkehr am Samstagvormittag wieder aufgenommen werden. Die Züge fuhren aber deutlich langsamer als normal. Der Fahrplan könne nicht eingehalten werden, so der Betreiber.

Die Polizei und andere Sicherheitskräfte waren im Einsatz. Behördenangaben zufolge liefen die Flüchtlinge etwa 15 Kilometer durch den rund 50 Kilometer langen Tunnel. Der Feuerwehr zufolge erlitten zehn Menschen, davon sieben Flüchtlinge, leichte Verletzungen. Die Betreibergesellschaft teilte mit, der Verkehr werde nach und nach wieder voll aufgenommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Flüchtlinge den Zugverkehr zwischen Frankreich und Großbritannien stören. Sie versuchen, durch den Tunnel nach Großbritannien zu gelangen. In den vergangenen Wochen wurden deshalb immer wieder die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Seit Ende Juni kamen in der Region um Calais nach Behördenangaben 13 Flüchtlinge bei dem Versuch ums Leben, nach Großbritannien zu gelangen. Zuletzt wurde in der Nacht auf Mittwoch ein Flüchtling nahe dem Eurotunnel von einem Frachtzug überfahren. Calais gehört zu den Brennpunkten in der europäischen Flüchtlingskrise.
 

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