20-Jährige starb an Kuss mit Freund

Tragisch

20-Jährige starb an Kuss mit Freund

Es war eine junge Liebe in Montreal, Kanada. Myriam Ducre-Lemay hat ihren Freund gerade erst kennengelernt. Als sie eines Abends vor vier Jahren nach einer Party zusammen nach Hause gehen, ahnte niemand, dass die 20-Jährige den Morgen nicht mehr erleben wird. Schuld daran ist ein einfacher Kuss mit fatalen Folgen.

Der Vorfall ist an Tragik kaum zu überbieten. Ihr Freund hat vor dem Schlafengehen noch ein Erdnussbutter-Sandwich gegessen. Als er sich schließlich zu Myriam ins Bett lag, gab er ihr einen liebevoll gemeinten Gute-Nacht-Kuss. Sie wusste nicht, dass er Erdnussbutter gegessen hat und er wusste nicht, dass sie extrem allergisch auf die Nüsse reagiert. Kurz nach dem Kuss fällt sie in einen Schock. Ihr Freund ruft den Notruf, Myriam wird ins Krankenhaus gebracht, aber dort konnte ihr niemand helfen.

Sie hatte Epipen nicht dabei

Jetzt will ihre Mutter Micheline Ducre auf die Gefahren von Allergien aufmerksam machen. Denn ihrer Tochter ist ein großer Fehler passiert. Die Allergikerin hatte ihren Epipen nicht dabei. Die stiftartige Spritze enthält Adrenalin und soll den Körper nach einem allergischen Schock stabilisieren. In einem Interview mit CTV Montreal sagte die Ärztin Christine McCusker, dass es enorm wichtig sei, die Spritze immer bei sich zu haben. „Auch wenn es nicht cool ist“, sagt sie.

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Michelin Ducre will vier Jahre nach dem plötzlichen Tod ihrer Tochter, auf die Gefahren von Allergien aufmerksam machen. (Quelle: Facebook)

Freund wusste nichts von Allergie

Zudem ist das in Kenntnissetzen anderer ein weiterer wichtiger Punkt. Myriam hatte ihrem Freund nichts von ihrer Allergie erzählt. Ihre Mutter meinte, dass sie auch keine Zeit dafür hatte. Hätte er davon gewusst, wäre es wahrscheinlich nie so weit gekommen.

Es ist nicht der erste Fall von einem Allergietod nach einem Kuss. Bereits im Jahre 2005 soll eine junge Frau nach einem Kuss an den Folgen des allergischen Schocks gestorben sein. Myriams Mutter hofft jetzt nur noch, dass sie anderen mit dem traurigen Schicksal ihrer Tochter vorbeugend helfen konnte.

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