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20 Tote bei US-Drohnenangriffen

Pakistan

20 Tote bei US-Drohnenangriffen

Im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind bei Angriffen von US-Drohnen mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt seien am Montag drei Ziele im halbautonomen Stammesgebiet Süd-Waziristan mit Raketen unter Beschuss genommen worden, verlautete aus pakistanischen Sicherheitskreisen.

Unbemannte Flugzeuge
Zunächst hätten unbemannte Flugzeuge ein Dorf in der Bergregion Barmal attackiert und mindestens 16 Menschen getötet. Den Angaben zufolge sind unter den Opfern pakistanische Taliban-Kämpfer sowie aus verschiedenen Ländern Asiens stammende Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida. Wenig später sei in der Nähe der Stadt Wana zudem ein Fahrzeug beschossen worden. Dabei habe es vier Tote gegeben.

Die von US-Spezialisten ferngesteuerten Drohnen nehmen in den Stammesgebieten zumeist Aufständische und Terroristen ins Visier. Immer wieder kommen bei den Angriffen auf die mutmaßlichen Verstecke radikal-islamischer Extremisten aber auch Zivilisten ums Leben. Pakistans Regierung und Armee dulden den Drohneneinsatz, der aber von weiten Teilen der Bevölkerung abgelehnt wird.

Al-Kaida-Anführer ums Leben gekommen
In Bezirk Süd-Waziristan im Nordwesten Pakistans war am Freitag vermutlich der Al-Kaida-Anführer Ilyas Kashmiri bei einem US-Drohnenangriff ums Leben gekommen. Insgesamt starben bei dem Angriff neun Menschen. Auf den 47-jährigen Kashmiri hatten die USA ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar (etwa 3,4 Millionen Euro) ausgesetzt. Das Stammesgebiet Süd-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan gilt als Rückzugsort für Al-Kaida- und Taliban-Kämpfer.

Anschlag auf Bäckerei
Bei einem Anschlag auf eine Bäckerei im Nordwesten Pakistans waren am Sonntag mindestens 18 Menschen getötet worden. 28 weitere wurden nach Angaben der Behörden verletzt, als ein Selbstmordattentäter in der Region um die Stadt Nowshera im unruhigen Grenzgebiet zu Afghanistan seinen Sprengsatz zündete.

Zunächst war die Polizei von einer Gasexplosion ausgegangen. Nach Angaben pakistanischer Medien wurden später Leichenteile des Attentäters gefunden.

Sonntag früh waren bereits sechs Menschen bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Bushaltestelle am Rande von Peshawar ums Leben gekommen. Zwölf weitere wurden verletzt.

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