Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: Trotz strenger Sicherheitsbestimmungen: Franzose schwindelt sich ohne Ticket in Flugzeug

Trotz der jüngst verschärften Sicherheitsbedingungen an europäischen Flughäfen ist ein Franzose in Paris problemlos ohne Ticket an Bord eines Flugzeugs gelangt. Der für ähnliche Protestaktionen bekannte Herve Couasnon wurde am Donnerstag allerdings noch vor dem Start einer Air-France-Maschine am Airport Charles de Gaulle entdeckt und festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Mit seinem Vorgehen habe er "Lücken in den Sicherheitskontrollen" aufzeigen wollen, sagte Couasnon. Im schwarzen Anzug mit weißem Hemd hatte sich der 56-Jährige erfolgreich als Begleiter behinderter Passagiere ausgegeben und die Kontrollen an der Seite eines echten Helfers passiert, der einen Rollstuhl schob. Sowohl am Gate als auch an der Einstiegstür der Maschine mit dem Flugziel Rom sei er zunächst nicht aufgeflogen, berichtete ein Flughafenangestellter. In den Transitbereich war Couasnon zuvor als ankommender Passagier eines Fluges aus Bordeaux gelangt.  

3:35 Uhr: Wirbelsturm "Arthur" intensiviert sich in Kategorie-2-Hurrikan mit Winden von 160 km/h

Knapp vor dem für Freitagmorgen (Ortszeit) erwarteten Aufprall an die Küste des US-Staates North Carolina erreichte Sturm Arthur die Kategorie 2 der fünfteiligen Hurrikan-Skala. 35.000 Menschen waren auf der Flucht. Wegen den starken Winden wurden erste Schäden und Stromausfälle gemeldet. In 23 Küstengemeinden war der Notstand ausgerufen worden. "Der Sturm wird gemeiner", warnte CNN-Meteorologe Chad Myers

 

Vom All aus hingegen sieht der Sturm schaurig-schön aus: Astronaut Reid Wiseman gelang von der ISS eine atemberaubende Aufnahme des Riesensturmes mit dem Auge klar sichtbar.

2:25 Uhr: Taliban zerstören Helikopter von Afghanistan-Präsidneten Karzai

Bei einem Raketenangriff radikalislamischer Taliban-Kämpfer in Afghanistan ist der geparkte Hubschrauber von Präsident Hamid Karzai zerstört worden. Die beiden Projektile schlugen am Donnerstag auf dem Flughafen der Hauptstadt Kabul ein und beschädigten drei weitere Helikopter leicht, wie das Militär mitteilte. Verletzte habe es nicht gegeben. Nach Angaben der Flughafenleitung geriet ein Hangar in Brand, der Flugbetrieb musste vorübergehend eingestellt werden.

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Hamid Karzai: Feinde zerstören Hubschrauber

Zu dem Anschlag auf den streng gesicherten Flughafen, auf dem sich auch ein großer NATO-Stützpunkt befindet, bekannten sich die Taliban-Rebellen. Die Islamisten sprachen von mehreren Toten und beschädigten Flugzeugen, sind aber dafür bekannt, das Ausmaß ihrer Angriffe übertrieben darzustellen. Der Anschlag ereignete sich einen Tag nachdem ein Selbstmordattentäter acht Soldaten in den Tod gerissen hatte, die mit einem Militärbus unterwegs waren.  

1:49 Uhr: Nach Trennung von Super-Vegetarierin Gwyneth Paltrow: Coldplay-Sänger isst wieder Steaks

Die "bewusste Entkuppelung" von der Hollywood-Aktrice bringt für den britischen Musiker nicht nur Nachteile: Nach Jahren strikter vegetarischer Diät unter Aufsicht von Gesundheitsfanatikerin Paltrow (41) hat Chris Martin (37) nun seine Kost geändert: Am Teller landet nun auch wieder Fleisch, sagte er in einem Interview mit BBC Radio 2.

Gwyneth Platrow Chris Martin © Getty Images

Martin, Paltrow: Nach Trennung verschlingt er "Burger"

Die Umstellung geschah aus "verschiedensten Gründen", meinte er kryptisch. Er hat wegen den gelegentlichen "Burger"-Mahlzeiten nun nur mehr ein schlechtes Gewissen wegen seiner Tochter Apple, die seit ihrer Geburt Vegetarierin sei. 

1:20 Uhr: Star der TV-Serie "Gold Rush", James Harness, gestorben

Der vollbärtige "Goldgräber"-Reality-Star aus der TV-Serie am "Discovery Channel" war bereits vor einer Woche im Alter von nur 57 Jahren gestorben, sein Tod wurde erst jetzt bekannt, berichtete der Promi-Dienst TMZ. James Harness, der im US-Staat Oregon lebte, litt unter einer Vielzahl medizinischer Probleme nach einem Verkehrsunfall, der unerträgliche Schmerzen verursacht hatte.

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James Harness (c) Discovery Channel 

Harness soll süchtig nach Schmerzmitteln geworden sein, hieß es. Er hatte eine Woche vor seinem Tod einen Schlaganfall erlitten. 

0:40 Uhr. Cyberkrieg: Twitter-Konto der israelischen Armee gehackt

Unbekannte haben kurzzeitig den Twitter-Account der israelischen Streitkräfte übernommen. Sprecher Peter Lerner räumte den Vorfall vom Donnerstagabend ein und entschuldigte sich für inkorrekte Tweets. Nach Angaben der Tageszeitung "Haaretz" steckte hinter der Hacker-Attacke die sogenannte "Syrian Electronic Army".

Über den Account der israelischen Streitkräfte verbreiteten die Aktivisten demnach Mitteilungen wie "Lang lebe Palästina" und "Warnung: Möglicher Austritt von Radioaktivität nach dem Einschlag zweier Raketen in der Nuklearanlage in Dimona". Die Tweets wurden binnen dem Bericht zufolge Minuten gelöscht.  

0:20 Uhr: Ex-NSA-Mitarbeiter sagt vor deutschem U-Ausschuss aus: Überwachung durch US-Geheimdienst ist "total"

Der US-Geheimdienst NSA sammelt laut Insider-Aussagen weltweit alle verfügbaren Daten zu Kontrollzwecken - und späht nach neuen Berichten weitere Deutsche aus. "Leider ist dieses Überwachungsregime zu einem System gewachsen, das die Welt abwürgt", sagte der Ex-Mitarbeiter des US-Geheimdienstes, Thomas Drake, bei der ersten Zeugenbefragung des NSA-Untersuchungsausschusses im Deutschen Bundestag. Die US-Regierung übe eine ultimative Form der Kontrolle aus, sagte Drake in aufrüttelnden Worten am Donnerstagabend in Berlin.

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Thomas Drake: "Welt wird abgewürgt..."

Quasi alle Daten, die Deutschland durchqueren, würden durch die NSA und den Bundesnachrichtendienst aufgegriffen - oder auch von der NSA allein. "Das Schweigen des BND ist schrecklich", sagte Drake. "Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu wissen, was die NSA macht." Die Internetsicherheit weltweit werde geschwächt. Das Privatleben werde immer mehr zum Eigentum des Staats. "Jetzt kommen wir bald zu einem echten Überwachungsstaat in den Vereinigten Staaten." Zuvor hatte der frühere NSA-Mitarbeiter William Binney über rund fünf Stunden erläutert, dass die NSA die Kommunikationsdaten weltweit erfassen könne. Der Geheimdienst speichere sie auf Dauer. Niemand in Deutschland sei davor geschützt. "Das ist wirklich ein totalitärer Ansatz, den man bisher nur bei Diktatoren gesehen hat." Ziel sei die Kontrolle der Menschen. "Sie wollen Informationen über alles haben", sagte der frühere NSA-Technik-Direktor. Binney schied 2001 nach über 30 Jahren aus der NSA aus, Drake war von 2001 bis 2008 dort angestellt.  

23:45 Uhr: Vater der Löwen-Jägerin verteidigt Tochter: "Ihre Taten sind humanitär..."

Im Internet wächst der Shitstorm gegen Cheerleaderin Kendall Jones (19), die bei Afrika-Safaris Löwen, Leoparden, Büffel, Elefanten, Zebras und Nashörner mit Gewehren und Pfeil und Bogen tötet. Sie prahlt mit ihren "Kills" seltener Tiere, indem sie in Fotos grinsend mit den erlegten Tieren posiert. Einmal sitzt sie strahlend auf einem Löwen, oder umarmt einen toten Leoparden. 

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Kendall Jones: Humanitär?

Die Zahl empörter Menschen wächst stündlich: 40.000 Internet-Nutzer unterzeichneten bereits eine Petition, in der Facebook aufgefordert wird, die Seite mit den abstoßenden Fotos der Großwildjägerin aus Texas zu löschen. Zuerst verteidigte die Blondine selbst ihre Jagdlust, jetzt meldete sich ihr Vater, der sie seit früher Kindheit mit auf die Safaris nahm, zu Wort: Viele ihrer Abschüsse wären "sehr menschlich" gewesen. Der tote Löwe im berühmtesten der Fotos etwa wäre alt gewesen und hätte mit dem Rudel nicht mehr mithalten können, sagte Cody Jones zu TMZ. Der Apfel fällt offenbar nicht weit vom Stamm.

23:10 Uhr: Schwere Kämpfe im Sudan: 150 Tote bei Schlacht um Ölfeld

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Clans im Sudan sind Staatsmedien zufolge rund 150 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Die Kämpfe zwischen zwei Untergruppen des Messeria-Stammes im Teilstaat West-Kordofan hätten "den ganzen Tag gedauert", sagte der Stammesführer Mohammed Omer al-Ansari laut einem Bericht des sudanesischen Medienzentrums von Donnerstag. Das Medienzentrum steht den staatlichen Sicherheitskräften nahe. Grund für die Kämpfe waren demnach Streitigkeiten um Land in der Nähe eines Ölfeldes. In dem Bericht wurde nicht gesagt, an welchem Tag die Kämpfe stattfanden. Vor einem Monat hatte es bereits Gefechte zwischen den Untergruppen Zurug und Awlad Amran gegeben. Damals hatte es geheißen, 41 Menschen seien getötet worden, als beide Seiten sich mit Kalaschnikows und Panzerfäusten attackierten. Auf dem umstrittenen Land seien gerade Ölbohrungen im Gange, hatte ein Zeuge der damaligen Kämpfe gesagt.  

23:00 Uhr: Hillary Clinton: “Bill zu vergeben, war die richtige Entscheidung….”

Die Ex-Außenminsterin geriet bei einem harten Interview mit "BBC Radio 4" in London bei ihrer PR-Tour für die Memoiren "Hard Choices" ins Schwitzen, vor allem als sie über den Lewinsky-Skandal befragt wurde. Gatten Bill zu vergeben, wäre für sie persönlich die “korrekte Entscheidung” gewesen. Doch sie respektiere Frauen, die seitenspringende Gatten nicht pardonieren. Es sei kein Zufall, erklärte Clinton, dass viele Religionen herausstreichen: Wer vergebe, fühle sich befreiter als jene, denen vergeben wird.

clinton_lewinsky_apa © APA

Hillary über "Monicagate": Verzeihen war besser....

Doch noch mehr Stress als in den düsteren Tagen nach Bills Geständnis über “Monicagate” erlebte sie während der Kommandoaktion gegen Osama Bin Laden, als sie mit Obamas Sicherheitsteam im "Situation Room" ausharrte. “Das waren die angespanntesten 30 Minuten in meinem Leben", sagte Hillary Clinton.

22:55 Uhr: Hurrikan "Arthur" streift US-Ostküste: Zehntausende auf der Flucht

Der Wirbelsturm wurde laut Meteorologen stärker als erwartet, die schmalen Barriere-Inseln vor der Küste von South Carolina und North Carolina bereiteten sich auf einen "Streifschuss" von Arthur mit Winden von 177 Stundenkilometern vor. Damit würde Arthur Hurrikan-Stärke 2 erreichen. North Carolinas Gouverneur Pat McCrory erließ Evakuierungs-Befehle für die "Hatteras Islands", zehntausende Einwohner und Urlauber waren auf der Flucht.

Donnerstag um 11 Uhr Ortszeit rotierte das Auge des auf Satellitenaufnahmen gigantisch aussenden Wirbelsturmes 160 Kilometer östlich von Charleston (South Carolina). Laut Tourismus-Experten verkürzt Hurrikan Arthur das lange "4th of July"-Wochenende für 250.000 Urlauber. Erst am Samstag wird hier besseres Wetter erwartet. Der Sturm zieht im sicheren Abstand an den Metropolen Washington, Philadelphia und New York vorbei. Boston erwartete jedoch am US-Nationalfeiertag am Freitag heftigen Regen und verlegte das Feuerwerk auf Donnerstag vor. McCrory warnte in North Carolina Einwohner wie Urlauber vor einem "besonders gefährlichen Sturm". Gut in Erinnerung ist Hurrikan Irene, der rund um Cape Hatteras schwerste Schäden anrichtete und die einzige Verbindungsstraße auf der Inselkette wegspülte. Entlang der US-Ostküste, wo Millionen die Strände stürmen werden, wurden vor gefährlichen "Rip Currents" gewarnt, die Schwimmer ins Meer hinausziehen können.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.de.

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