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25 Tote bei Demo und Angriff auf Al-Kaida

Jemen

25 Tote bei Demo und Angriff auf Al-Kaida

In der Nacht zum Montag töteten Soldaten im Jemen in der südlichen Stadt Tais nach Angaben eines Arztes 25 Demonstranten, als sie eine Kundgebung mit Gewalt beendeten. Angesichts anhaltender Kämpfe in der Stadt erwartete er nach eigener Aussage weitere Todesopfer.

Ein Aufständischer, der sich selbst Abed nannte, berichtete von anhaltendem Gewehrfeuer in der Stadt, in der Demonstranten versuchten, den zentralen Platz von den Sicherheitskräften der Regierung zurückzuerobern. Die Truppen hätten die Demonstranten mit Tränengas, Waffen und schweren Fahrzeugen von dem Platz vertrieben. "Die meisten Verletzten sind angeschossen worden, aber einige wurden von Planierraupen überfahren", hieß es in medizinischen Kreisen.

In der Stadt Sinjibar setzte die Armee Kampfflugzeuge gegen mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Kaida ein. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija. Einige Militärs, die sich am Wochenende von Präsident Ali Abdullah Saleh (Salih) losgesagt hatten, behaupten, der Präsident habe Sinjibar den Terroristen "kampflos übergeben". Sein Plan sei es, sich den westlichen Regierungen, die seinen Rücktritt fordern, anschließend als mutiger Kämpfer gegen den Al-Kaida-Terror zu präsentieren. Diese Theorie bestritt die Regierung am Montag.

Proteste seit vier Monaten
Die Proteste gegen Präsident Saleh hatten vor vier Monaten begonnen. Seither sind durch die Auseinandersetzung zwischen den Regierungstruppen und den meist jungen Demonstranten nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 300 Menschen getötet worden. Der Konflikt erhielt vor einer Woche eine neue Dimension, als die Armee das Feuer auf die Residenz eines Stammesführers der Hashid in der Hauptstadt Sanaa eröffnete.

Seither wird in dem Bezirk rund um das Haus von Scheich Sadik al-Ahmar geschossen. Am Wochenende waren drei französische Mitglieder einer Hilfsorganisation in der Provinz Hadhramaut verschleppt worden. Saleh regiert in Sanaa seit 1978. Einem Vorschlag der Golfstaaten für einen friedlichen Machtwechsel widersetzt er sich bisher.

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