60 neue schwere EHEC-Fälle in Deutschland

Killer-Bakterien

60 neue schwere EHEC-Fälle in Deutschland

An der gefährlichen Durchfall-Infektion EHEC sind Experten zufolge weitere Menschen schwer erkrankt. "Der Ausbruch geht weiter. Von gestern auf heute sind etwa 60 neue HUS-Fälle, also schwere Verläufe dieser EHEC-Infektion, dazugekommen", sagte der Direktor des Robert Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger, am Freitag dem ARD-"Morgenmagazin".

Das aggressive Bakterium treibt seit Mitte Mai in Deutschland sein Unwesen. Das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) ist eine schwere Verlaufsform, bei der giftige Stoffwechselprodukte des Bakteriums zu Nierenschäden führen können.

Deutschland und Spanien streiten über Infektionsquelle

Deutsche Behörden und spanische Produzenten sind noch immer im Clinch darüber, wo die mit dem EHEC-Keim verunreinigten Salatgurken aus dem südeuropäischen Land kontaminiert wurden. Beim Hersteller oder auf dem Transportweg, wie dies einer der Produzenten glaubt? Martin Müller, Vorsitzender des deutschen Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure, hält dies für unwahrscheinlich. "Ist eine Möglichkeit, aber eine sehr, sehr, sehr geringe", sagte er am Freitag der Nachrichtenagentur dpa in Köln.

"So was kann passieren, aber da müsste ein ganzer Lkw und noch mehr auf den Boden gefallen sein. Bei der Häufigkeit, die wir jetzt haben, erscheint mir das eher unwahrscheinlich. Ein, zwei Fälle - ok. Aber wie viele Gurken müssen da hingefallen sein, damit dieser Fall eintreten kann?"

Denkbar wäre laut Müller noch folgende Möglichkeit: "Dass irgendwo die Gurken noch mal gewaschen worden sind, bevor die verpackt beziehungsweise auf die Reise gegeben worden sind, und dass da eine Kontamination stattgefunden hat."
 

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