Abgeschwächte Kosovo-Resolution verabschiedet

UNO

Abgeschwächte Kosovo-Resolution verabschiedet

Die UNO-Vollversammlung hat am Donnerstag (Ortszeit) die von Serbien abgeschwächte Resolution zum Kosovo verabschiedet. Darin bekennt sich die Regierung in Belgrad zum Dialog mit dem Kosovo, der sich für unabhängig erklärt hat, von Serbien aber immer noch als Teil seines Staats betrachtet wird. Ursprünglich hatte Serbien noch neue Gespräche über den Status seiner früheren Provinz gefordert. Auf Druck der EU hatte das Balkan-Land aber am Mittwoch eingelenkt und damit seine Perspektive auf Beitritt zur Europäischen Union verbessert.

Österreich erkennt Kosovo an
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte die 2008 einseitig verkündete Unabhängigkeit des Kosovo im Juli für rechtens erklärt. Serbien weigert sich jedoch, dies anzuerkennen. Die Resolution wurde per Akklamation angenommen. 70 der 192 UN-Mitgliedstaaten erkennen den Kosovo an - darunter auch Österreich.

Mehrere Politiker aus dem Westen hatten in den vergangenen Wochen den Druck auf Serbien in der Kosovo-Frage erhöht, darunter auch der deutsche Außenminister Guido Westerwelle. Bei seiner Balkan-Reise Ende August erklärte er, das Land könne nur dann mit einer Aufnahme in die EU rechnen, wenn es sich mit der Unabhängigkeit des Kosovo abfinde und den Dialog nicht länger verweigere.
 

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