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Ägypten: Terror im Urlaubsparadies

Ausgangssperre

Ägypten: Terror im Urlaubsparadies

Sie halten Schilder in die Luft, warten mit Blumen in der Hand. Die Ankunftshalle am Airport Wien-Schwechat am Sonntag: Um 14.47 Uhr landet der Urlaubsflieger aus Sharm el-Sheikh. Nur eine Viertelstunde später tritt Stefanie Pollak mit ihren Koffern durch den Ausgang am Terminal, läuft ihrer wartenden Mama in die Arme. Erleichterung bei den Frauen.

Ausgangssperre galt auch für den Strandbereich
Zwei Wochen war die 21-Jährige in Ägypten. Zum Sommer-All-inclusive-Urlaub. Es sollte ein unvergesslicher Aufenthalt werden, das wurde er tatsächlich. Denn im Urlaubsparadies herrscht Ausnahmezustand. „Es gab eine Ausgangssperre. Wir durften unser Hotel nicht verlassen, wurden am Abend vom Strand geschickt“, sagt Stefanie.

Trotz dieser Erfahrung: Stefanie hat sich zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt. „Alle waren freundlich zu uns. Ich hatte keine Angst.“ Auch Aris (22) und Bianca (26) haben sich nur wenig Sorgen gemacht. „Wir haben die Ausschreitungen nur im Fernsehen gesehen. Und haben uns viel mit anderen Urlaubern darüber unterhalten. Wir waren schockiert, aber nicht ängstlich.“

Urlauber sind froh, wieder in Sicherheit zu sein
Familie Keprt ging es schlechter, vor allem Mama Andrea hat sich Sorgen gemacht. „Nachdem wir nicht mehr aus dem Hotel durften, hatte ich schon etwas Panik“, sagt sie. Der 21-jährige Kevin war mit Freunden im Urlaub. „Die Proteste waren weit weg. Die habe ich nur durch die Medien mitbekommen.“ Obwohl sich alle Urlauber in ihren Hotelanlagen sicher gefühlt haben, eint sie jetzt doch ein Gefühl: Sie sind froh, wieder zu Hause zu sein

ÖSTERREICH: Wann starten die Evakuierungen durch das Bundesheer?
Gerald Klug: Das hängt von der Lageentwicklung vor Ort ab. Wir beobachten die Situation permanent und sind mit unserem Militärattaché ständig in Kontakt. Zur Stunde müssen wir davon ausgehen, dass der Konfrontationskurs fortgesetzt wird.

ÖSTERREICH: Wie läuft die Evakuierung ab?
Klug: Für den Fall, dass sich die Lage noch weiter zuspitzt, können wir mit unseren Elitesoldaten, dem Jagdkommando und C-130-Hercules-Maschinen Evakuierungen durchführen. Die C-130 können bei Bedarf auch auf Militärflughäfen laden. In jede Maschine passen 90 Leute.

ÖSTERREICH: Dafür brauchen Sie einen politischen Beschluss. Wie lange dauert das?
Klug: Ich bin sicher, dass wir in dieser Angelegenheit in weniger als 48 Stunden einen Konsens herstellen können.

Autor: S. Aberle / (knd)
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