AfD-Chefin nennt Trauernde

Eklat

AfD-Chefin nennt Trauernde "Heuchler"

Nach den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt Brüssel, ist die Anteilnahme im Netz überaus groß. Hashtags wie #JeSuisBrussels oder #PrayforBrussels machten in den sozialen Netzwerken die Runde.

Abfällig
Die Chefin der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) kann die Anteilnahme dagegen gar nicht verstehen und wird sogar abfällig. Für Frauke Petry ist es ein Dorn im Auge, dass die Menschen um die Terror-Opfer trauern. In Facebook schreibt die 40-Jährige dazu:

„Jetzt werden Sie nämlich wieder irgendetwas sein. Sie waren Charlie, sie waren Paris und jetzt sind alle Brüssel oder gar Belgien. Nun werden alle so damit beschäftigt sein, gegen rechte Hetzer aufzustehen und zu demonstrieren, dass sie dabei vergessen, etwas dagegen zu tun! Dann heißt es vielleicht bald: Ich bin Berlin, Rom, Malmö und Rotterdam!“

„Ihr Heuchler“
Als wäre das nicht genug, schrieb sich die AfD-Chefin regelrecht in Rage und beschimpft sogar die Trauernden: „Damit Sie Ihre nutzlosen Bilder nicht immer austauschen müssen, ein kleiner Tipp: ‪#‎IchbinWelt. Das passt immer und vor allem immer öfter, ihr Heuchler.“

Gegenreaktionen
Die Community ließ sich das gar nicht gefallen und bezog klar Stellung gegen Petrys Aussagen. So schrieb ein User: „Menschen, die trauern, als Heuchler zu bezeichnen, ist so ziemlich das Allerletzte an moralischer Verkommenheit, das ich mir vorstellen kann ( … ) Übrigens: Mitgefühl und Menschlichkeit gehören auch zu den Werten, gegen die ISIS bombt. Bei Ihnen scheint er schon Erfolg gehabt zu haben, denn davon ist bei Ihnen nichts mehr übrig.“

Eine Frau schrieb, was sie von Frauke Petry hält: „Wirklich abartig so ein Kommentar. Von einer kalten und berechnenden Frau“

„Viele Grüße aus Brüssel“
Höchst geschmacklos reagierte auch AfD-Politikerin Beatrix von Storch auf die Brüsseler Anschläge. In Twitter und Facebook veröffentlichte sie einen zynischen Kommentar: „Viele Grüße aus Brüssel. Wir haben soeben das Parlament verlassen. Hubschrauber kreisen. Militär rückt an. Sirenen überall. Offenbar viele Tote am Flughafen und am Zentralbahnhof. Hat aber alles nix mit nix zu tun.“

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