Angreifer hacken Albino Hand ab

Tansania

Angreifer hacken Albino Hand ab

Erneut ist im ostafrikanischen Tansania einem Albino-Kind die Hand abgehackt worden. Bei dem Opfer handle es sich um einen sechs Jahre alten Buben, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der Bub und seine Mutter wurden den Angaben zufolge im Schlaf von den Angreifern überrascht.

Die Männer stürmten am Samstagabend in ihr Haus im Dorf Kipenda und verprügelten zuerst die Mutter, weil sie ihren Sohn nicht ausliefern wollte. Dann hackten sie dem Jungen mit einer Machete die rechte Hand ab. Mutter und Kind liegen nun im Krankenhaus.

Trotz eines Verbots der Regierung verwenden selbst ernannte Zauberer in Tansania immer wieder die Körperteile von Albinos für ihre Rituale. Albinos, denen Farbpigmente in Haut, Haaren und Augen fehlen, gelten in dem Land und anderen Teilen Afrikas als Glücksbringer und Vorboten von Reichtum. Ihre Körperteile werden nach UN-Angaben für umgerechnet je rund 500 Euro verkauft, ein ganzer Leichnam wird mit bis zu 65.000 Euro gehandelt.

Allein in Tansania wurden seit dem Jahr 2000 mindestens 75 Albinos ermordet, darunter viele Kinder. Präsident Jakaya Kikwete hatte die Attacken erst vor wenigen Tagen als "abscheulich und große Peinlichkeit" für sein Land bezeichnet. Am Donnerstag verurteilte ein Gericht in Mwanza im Norden des Landes vier Angeklagte wegen der Ermordung einer Albino-Frau im Jahr 2008 zum Tode. Die Täter hatten der 32-Jährigen beide Arme und ein Bein abgetrennt. Unter den Verurteilten war auch der Mann des Opfers.

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