Angriff auf Militärkonvoi - 6 Soldaten tot

Ukraine

Angriff auf Militärkonvoi - 6 Soldaten tot

Bei einem Angriff prorussischer Kräfte auf einen Militärkonvoi in der Ostukraine sind nach offiziellen Angaben mindestens sechs Soldaten getötet und acht verletzt worden. Die Einheit sei etwa 20 Kilometer westlich der Großstadt Kramatorsk in einen Hinterhalt geraten, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am Dienstag mit.

Dabei seien auch Granatwerfer gegen die Truppe mit gepanzerten Fahrzeuge eingesetzt worden. Das Ministerium sprach von etwa 30 Angreifern. Die Separatisten bestätigten das Gefecht. Ein Aktivist sei getötet worden. In dem Gebiet gehen Regierungseinheiten mit einer "Anti-Terror-Operation" gegen moskautreue Kräfte vor.

Jazenjuk: Gaszahlung an Moskau in zehn Tagen möglich
Der ukrainische Übergangspremier Arseni Jazenjuk hat am Dienstag angekündigt, an Russland die ausstehenden Gasrechnungen zu zahlen, wenn der Preis marktkonform sei. Bei 268 Dollar (194,70 Euro) pro tausend Kubikmeter "wird die Ukraine in zehn Tagen die Ausstände bei den Gasrechnungen zahlen", so Jazenjuk nach einem Treffen in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso.

Allerdings müsse zunächst ein Deal mit Russland unterzeichnet werden. Die Ukraine habe Gazprom eine Vorwarnung geschickt und Russland aufgefordert, das Verfahren nochmals zu überarbeiten. Sollte Russland aber ablehnen, "werden wir Moskau vor Gericht in Stockholm ziehen". Jazenjuk kritisierte auch, dass Moskau die Terroristen in der Ostukraine unterstütze, um das Land zu destabilieren. "Russland wird scheitern. Russland wird es nicht schaffen, die Ukraine scheitern zu lassen".

Außerdem habe Moskau die Krim und dortiges ukrainisches Eigentum beschlagnahmt. "Hunderttausende US-Dollar, einschließlich Gas- und Ölunternehmen haben sie beschlagnahmt. Das heißt, Millionen Kubikmeter Erdgas". Deswegen "werden wir hier Russland vor Gericht zur Verantwortung ziehen", so Jazenjuk.

Generell forderte der ukrainische Premier ebenso wie Barroso, dass Russland Energie nicht als Waffe einsetzen sollte. Barroso appellierte an beide Seiten. Russland und die Ukraine seien "Liefer-und Transitpartner".

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