Anschlag: Medwedew will

Vergeltung angekündigt

 

Anschlag: Medwedew will "Monster" finden

Bei einem Selbstmordanschlag mutmaßlicher Islamisten auf einen belebten Markt in der russischen Großstadt Wladikawkas im Nordkaukasus sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Etwa 80 weitere seien bei dem Attentat am Donnerstag verletzt worden, als eine Autobombe mit einer Sprengkraft von zehn Kilogramm TNT explodierte.

Medwedew will "Monster" finden
Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat den Hintermännern des Terroranschlags mit einem heftigen Gegenschlag gedroht. Der Staat werde alles tun, um diese "Monster" zu finden. "Und wenn sie sich wehren, werden sie vernichtet." Das sagte Medwedew am Donnerstag bei einer Videokonferenz mit dem Präsidenten der Teilrepublik Nordossetien, Taimuras Mamsurow, nach Angaben der Agentur Interfax. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen, aber zuerst müssen wir den Opfern helfen."

Im nordossetischen Beslan hatten vor sechs Jahren Islamisten den bisher schwersten Anschlag in Russland verübt. Damals starben mehr als 330 Menschen, darunter 168 Kinder. Die Region im Konfliktgebiet Nordkaukasus galt zuletzt als vergleichsweise ruhig.

Kampf für "Kaukasus-Emirat"

Medwedew beorderte seinen Sondergesandten für den Nordkaukasus, Alexander Chloponin, zum Anschlagsort. Die Lage in der Region gerät trotz milliardenschwerer Investitionen und starker Präsenz von Sicherheitskräften zunehmend außer Kontrolle.

In den nahen Konfliktrepubliken wie Tschetschenien und Dagestan kämpfen islamistische Separatisten gegen kremltreue Einheiten für ein unabhängiges "Kaukasus-Emirat". Mittlerweile steigt die Zahl der Terroranschläge in südrussischen Städten. Die Untergrundkämpfer hatten wiederholt angekündigt, den Terror auszuweiten.
 

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