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Anstachelung zu Anschlag: Franzose verurteilt

Terrorismus

Anstachelung zu Anschlag: Franzose verurteilt

Ein Pariser Gericht hat am Freitag einen Franzosen zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er im Kurzmitteilungsdienst Telegram versucht haben soll, einen Mann zu einem Attentat anzustacheln. Zwei Jahre der Haftstrafe wurden auf Bewährung ausgesetzt.

Der Anwalt des 29-jährigen Angeklagten bezeichnete die Strafe als "unangemessen", sein Mandant stelle "keinerlei Gefahr" dar. Der Angeklagte hatte zuvor vergeblich beteuert, es habe sich nur um einen Scherz gehandelt.

"Mehr oder weniger radikalisierte" Männer

Der 29-Jährige sagte während des Prozesses aus, "mehr oder weniger radikalisierte" Männer hätten ihn über Facebook eingeladen, sich mit ihnen auf dem verschlüsselten Dienst Telegram auszutauschen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dort einen jungen Mann zu einer Syrien-Reise und einen weiteren zu einem Anschlag aufgefordert zu haben.

Der Angeklagte gab an, er habe sich nur als Islamist ausgegeben, um sich über seine Kommunikationspartner lustig zu machen. So habe er einem seiner Telegram-Partner eine Atombombe zum Kauf angeboten und ihm vorgeschlagen, am - nicht existierenden - 31. Februar zur Tat zu schreiten.

Das Gericht verurteilte den 29-Jährigen zudem, weil er regelmäßig Internetseiten aufsuchte, die zum Terrorismus aufriefen. Seit Juli ist dies in Frankreich strafbar.

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