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Anti-IS-Koalition will Mossul zurückerobern

Terrorismus

Anti-IS-Koalition will Mossul zurückerobern

Die internationale Allianz zur Bekämpfung der IS-Miliz bereitet die Rückeroberung der irakischen Islamisten-Hochburg Mossul vor. Dutzende Außen- und Verteidigungsminister treffen sich dazu am Mittwoch und Donnerstag in Washington. Dabei geht es nach französischen Angaben um die Vorbereitung eines koordinierten Militärschlags gegen die Stadt

Mossul ist seit Juni 2014 in den Händen des sogenannten "Islamischen Staats" (IS). Zudem soll festgelegt werden, wie die Lage anschließend stabilisiert und den Zivilisten geholfen werden kann. Die Vereinten Nationen stellen sich darauf ein, dass auf sie der bisher größte Hilfseinsatz in diesem Jahr zukommt. Benötigt werden Lebensmittel, Wasser und Unterkünfte sowie sanitäre Einrichtungen. Ohne entsprechende Vorbereitung drohten nach der Befreiung der zweitgrößten irakischen Stadt eine "humanitäre Katastrophe und mögliche Probleme bei der politischen Verwaltung Mossuls", sagte ein ranghoher Diplomat.

Gewaltige Herausforderungen

"Wenn die Großstadt Mossul von IS befreit wird, stehen uns gewaltige humanitäre, gesellschaftliche und politische Herausforderungen bevor", sagte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor seiner Abreise nach Washington in einem schriftlich geführten Reuters-Interview. Er sicherte für dieses und kommendes Jahr zusätzliche 160 Millionen Euro für Stabilisierungsmaßnahmen im Irak zu. Zehn Millionen Euro davon allein sollen den Menschen in Mossul zugutekommen, um dort besser auf die Folgen einer "bevorstehenden Befreiung" vorbereitet zu sein.

Auch der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) nimmt an einer internationalen Geberkonferenz für den Irak in der US-Hauptstadt teil. Insgesamt sollen auf dieser Zusagen für mehr als zwei Milliarden Dollar zusammenkommen. Die Regierung in Wien versprach zuletzt 1,5 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für humanitäre Hilfe im Irak. Hinzu kommt eine halbe Million Euro von der Austrian Development Agency (ADA) für den Stabilisierungsfonds des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP).

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