Anti-Spuck-Gesetz in Indien

Mumbai

Anti-Spuck-Gesetz in Indien

Tabak- und Betelnuss-Liebhaber dürfen in der indischen Metropole Mumbai bald keinen braunen Speichel mehr ausspucken. Als erster Bundesstaat Indiens will Maharashtra ein Anti-Spuck-Gesetz einführen, wie die indische Zeitung "Times of India" am Mittwoch berichtete.

Heftige Strafen
Eigentlich ist das Spucken schon untersagt, doch noch immer finden sich Spuren an Hauswänden, Bushaltestellen und sogar in vielen Stiegenhäusern. Wer beim Spucken erwischt wird, muss laut dem Bericht bald 1.000 Rupien (14 Euro) zahlen und einen Tag Sozialarbeit leisten. Wiederholungstäter sollen ein Vielfaches davon zahlen müssen. Das ist eine heftige Strafe, denn für 1.000 Rupien muss ein Tagelöhner auf dem Bau mehrere Tage schuften.

Bei dem vom Kabinett in Mumbai gebilligten Gesetz gehe es keineswegs nur um Sauberkeit, berichtete die "Times of India" weiter. Spucken trage auch zur Ausbreitung von Tuberkulose und anderen ansteckenden Krankheiten bei. Die Zeitung vermutet außerdem, dass das Gesetz eine Vorstufe zum Verbot des Kautabaks sein könnte. Rauchen ist in der Öffentlichkeit bereits untersagt.
 

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