Assange: Mutter fürchtet um ihren Sohn

Wikileaks

Assange: Mutter fürchtet um ihren Sohn

Die Mutter von Wikileaks-Gründer Julian Assange hat große Sorge um ihren Sohn. Der Australier lebt seit dreieinhalb Jahren in der Botschaft Ecuadors in London, um einer Festnahme zu entgehen. "Sein Körper gibt langsam auf, er hat schon Herzprobleme, eine chronische Lungenentzündung und schwere Schulterschmerzen", sagte Christine Assange am Freitag dem australischen Rundfunksender ABC.

Anklagen drohen
Ärzte hätten unter anderem eine Stunde Sonnenlicht pro Tag empfohlen, "aber die britische Regierung verweigert dies", wie Christine Assange sagte. Die britische Polizei will Assange aufgrund eines Haftbefehls aus Schweden festnehmen, wo wegen Verdachts auf Vergewaltigung gegen Assange ermittelt wird. Der 44-Jährige hat die Vorwürfe bestritten. Er fürchtet zudem, über Schweden an die USA ausgeliefert zu werden. Dort droht ihm wegen Veröffentlichung geheimer Dokumente auf der Enthüllungsplattform Wikileaks ebenfalls eine Anklage.

Unrechtmäßige Haft
Eine Expertengruppe des UN-Menschenrechtsrates beurteilte den Botschaftsaufenthalt nach Angaben der schwedischen Regierung als unrechtmäßige Haft. Die britischen Behörden stehen dagegen auf dem Standpunkt, dass Assange sich freiwillig in der Botschaft aufhält. Die Expertengruppe des Menschenrechtsrats wollte ihr Urteil am Freitag offiziell veröffentlichen.

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