Temelin

Atombehörde unterbrach Genehmigungsverfahren zum Ausbau

Die tschechische Atombehörde (SUJB) hat das Genehmigungsverfahren zum Ausbau des südböhmischen Atomkraftwerks Temelin unterbrochen. Der Energiekonzern CEZ müsse seine Dokumentation ergänzen müsse, teilte die Behördenchefin Dana Drabova mit. Die Entscheidung werde so nicht im März, sondern etwa bis Ende des Jahres gefällt, hieß es.

Der Energiekonzern erklärte, man werde die Dokumentation ergänzen. Der Termin des Ausbaus des Kraftwerks sei aber nicht gefährdet, sagte Konzernsprecher Ladislav Kriz der Nachrichtenagentur CTK.

Mitte Jänner hatte das Prager Umweltministerium dem Ausbau Temelins im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung des Projektes zugestimmt. Der dritte und vierte Block des Kraftwerks sollen bis 2025 fertiggestellt sein. Der Auftrag hat einen Wert von rund acht bis zwölf Milliarden Euro. Bis Ende 2013 soll der Sieger des Auswahlverfahrens bestimmt und der entsprechende Vertrag unterzeichnet werden.

Drei Bewerber haben dieses Jahr ihre offiziellen Angebote vorgelegt - der US-Konzern Westinghouse, der französische Konzern Areva und das tschechisch-russische Konsortium MIR.1200 aus Skoda JS, Atomstrojexport und Gidropress. Areva wurde 2012 von CEZ aus der Ausschreibung ausgeschlossen, weil die Franzosen die Bedingungen für die Beteiligung nicht erfüllt hätten. Areva wies dies zurück und legte bei der Wettbewerbsbehörde (UOHS) Berufung ein. Diese hat als vorläufige Maßnahme beschlossen, dass CEZ vorerst keinen Vertrag zur Lieferung der Technologie unterzeichnen darf.

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