Ansbach-Anschlag

Attentäter wurde in Österreich registriert

Der Selbstmordattentäter von Ansbach soll auf seiner Flucht nach Deutschland auch in Österreich und zuvor in Bulgarien registriert worden sein. Dies gehe aus entsprechenden Einträgen im Eurodac-System, der gesamteuropäischen asylrechtlichen Datenbank, hervor, erklärte ein Sprecher des deutschen Innenministeriums laut AFP am Montag in Berlin.

Im Wiener Innenministerium konnte man vorerst nicht bestätigen, dass der syrische Flüchtlinge auch durch Österreich gereist ist. "Aktuell liegt noch keine Bestätigung vor", sagte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck auf APA-Anfrage. "Wir sind in Kontakt mit den deutschen Behörden."

Aufgrund des Eurodac-Eintrags hätte der Syrer, der sich am Sonntagabend selbst in die Luft sprengte und dabei zwölf Menschen teils schwer verletzte, nach Bulgarien abgeschoben werden sollen. Laut deutschen Polizeiangaben hatte der 27-Jährige seit rund zwei Jahren in der mittelfränkischen Stadt Ansbach gelebt. Sein Asylantrag war abgelehnt worden, wegen des Bürgerkrieges in Syrien konnte er nicht in sein Heimatland abgeschoben werden. Eine Rückführung in das Ersteinreiseland innerhalb der EU, wie es die sogenannte Dublin-Richtline vorsieht, wäre aber möglich gewesen.
 

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