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Flüchtlingshelferin kontert Merkel

Autorin: "Nein, wir schaffen es nicht"

Die deutsche Autorin Katja Schneidt arbeitet seit 1999 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. In den 17 Jahren als Flüchtlingshelferin wurde sie immer wieder von der Erwartungshaltung der Flüchtlinge enttäuscht. In ihrem neuen Buch "Wir schaffen es nicht" dokumentiert Schneidt ihre Erfahrungen - und zieht dabei eine ernüchternde Bilanz. "Nein, Frau Merkel, wir schaffen es nicht", lautet dabei die Grundessenz.

Überforderung

17 Jahre lang unterstützt die Autorin Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, ehrenamtlich. Sie erledigt mit ihnen Behördengänge und gibt Deutschkurse. In ihrer Arbeit als Flüchtlingshelferin musste sie nun feststellen, wie überfordert die Politik, Verwaltung und Behörden in Deutschland wirklich sind.

In ihrem Buch schreibt sie, dass die Euphorie zu Beginn der Flüchtlingswelle mittlerweile verflogen sei, da viele Flüchtlinge kein Verständnis für unsere Kultur hätten. Außerdem führe das monatelange Ausharren in Flüchtlingsheimen zu gesellschaftlicher Isolation, Gewalt und Frustration. Auch ein Heer an freiwilligen Helfern könne eine durchdachte, organisierte Integrationspolitik nur unzureichend ersetzen, so die Autorin. Vor allem der Mangel an Wohnungen und Arbeitsplätzen für Flüchtlinge sei ein großes Problem.

Dramatische Folgen

Eigentlich müsse sich einiges ändern, um Flüchtlinge in ihrer neuen Heimat integrieren zu können, doch das passiere zurzeit nicht. Deutschland habe nun - ein Jahr nach der Entscheidung Angela Merkels, Tausende Flüchtlinge über Österreich einreisen zu lassen - mit dramatischen Folgen der "Wir schaffen das"-Politik der Kanzlerin zu kämpfen.

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