Bayerischer Amokschütze muss in Psychiatrie

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Bayerischer Amokschütze muss in Psychiatrie

Ein Amokschütze aus Bayern kommt wegen zweifachen Totschlags in ein psychiatrisches Krankenhaus. Nach Überzeugung des Landgerichts Ansbach hat der 48-Jährige im vergangenen Sommer in zwei Ortsteilen von Leutershausen bei Ansbach zwei Menschen erschossen, weil er sie für Werwölfe hielt.

Paranoide Schizophrenie
Zuerst tötete er eine 82-jährige Frau und danach einen 72 Jahre alten Radfahrer. Dann fuhr er weiter und schoss auf eine Autofahrerin und einen Traktorfahrer, verfehlte sie aber. In seiner Urteilsbegründung sagte der Vorsitzende Richter, der 48-Jährige leide an einer schweren paranoiden Schizophrenie. Das Gericht sah die Taten daher nicht als Mord. Das Mordmerkmal der Heimtücke, von dem die Anklage zunächst ausgegangen war, sei wegen der psychischen Krankheit des Mannes nicht erfüllt.

Kompliziertes Wahnsystem
Der 48-Jährige habe in den vergangenen 16 Jahren ein "kompliziertes Wahnsystem aufgebaut". Im Jahr 2004 sei er zum letzten Mal in ärztlicher Behandlung gewesen. 2014 habe sich seine Krankheit dann verschlimmert und er habe starke Verfolgungsängste entwickelt. Der Wahn des Mannes habe sich dann so sehr verschlimmert, dass er am 10. Juli 2015 glaubte, es habe einen Atomschlag gegeben. Von Bundeskanzlerin Angela Merkel habe er die Weisung erhalten, Werwölfe zu töten. In einer Art "Endzeitstimmung" habe er sich mit Waffen und Munition ausgerüstet und seinen "Feldzug" gestartet, sagte der Richter.

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