Billig-Schwimmwesten beschlagnahmt

Türkei

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Billig-Schwimmwesten beschlagnahmt

Die türkische Polizei hat bei einer Razzia in der westtürkischen Stadt Izmir mehr als 1.200 billig gemachte Schwimmwesten beschlagnahmt, die für Flüchtlinge bei ihrer Flucht von der Türkei über das Agäische Meer nach Griechenland bestimmt waren. Der von der Polizei durchsuchte Betrieb in Izmir hatte die Rettungswesten illegal hergestellt, wie örtliche Medien am Mittwoch meldeten.

Keine Sicherheitsnormen
Keine der beschlagnahmten Westen habe die vorgeschriebenen Sicherheitsnormen erfüllt, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan. So ermöglichten die Schwimmwesten es ihren Nutzern nicht, den Kopf über Wasser zu halten. In dem Betrieb arbeiteten den Angaben zufolge auch zwei junge Frauen, die aus Syrien nach Izmir geflohen waren. Die Inhaber des Betriebs wurden angezeigt.

Schiffbruch vor Küste
Erst am Dienstag waren mindestens 36 Flüchtlinge, darunter viele Kinder, nach mehreren Schiffbrüchen vor der türkischen Küste ertrunken. Die Flüchtlinge hatten versucht, von der Türkei aus auf die griechische Insel Lesbos zu gelangen. Viele Todesopfer, die an den Stränden der türkischen Region Balikesir gefunden wurden, trugen Schwimmwesten.

In der Türkei halten sich zurzeit rund 2,2 Millionen Syrer und 300.000 Iraker auf, die vor dem Krieg in ihren Heimatländern flüchteten. Viele von ihnen versuchen weiterhin, von der Türkei aus in die EU kommen.

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