Boko Haram: Droht ein Flächenbrand?

Westafrika

Boko Haram: Droht ein Flächenbrand?

Die islamistische Terrormiliz Boko Haram terrorisiert seit Jahren den Norden Nigerias. Seit einiger Zeit schwappen die Kämpfe allerdings auch in die Nachbarländer Kamerun und Tschad über. Die Brutalität der Organisation ist überall hoch, die Opfer zahlreich und die Mittel gegen die Miliz knapp. Immer mehr Experten betonen daher die Gefahr, dass Boko Haram nicht nur Nigeria, sondern die ganze Region im westlichen Afrika langfristig destabilisieren kann. Die afrikanischen Staaten suchen nun nach neuen Strategien.

boko_grafik.jpg © APA

Internationale Truppe
Die Afrikanische Union hat den vom blutigen Terror der Islamistengruppe Boko Haram betroffenen Ländern in West- und Zentralafrika militärische Hilfe zugesagt. Der Friedens- und Sicherheitsrat der Staatengemeinschaft (AUPSC) habe die Entsendung einer 7.500-Mann-starken multinationalen Truppe genehmigt, die in Nigeria und den Nachbarstaaten vor allem die Gewalt gegenüber Zivilisten eindämmen soll.  

Tschad bombardiert Stellungen
Im Kampf gegen die Islamistengruppe hat die Luftwaffe des Tschad am Samstag ein nigerianisches Dorf im Grenzgebiet zu Kamerun bombardiert. Zwei Kampfflugzeuge beschossen das Dorf Gamboru, das seit mehreren Monaten von den Extremisten besetzt ist, wie aus tschadischen und kamerunischen Sicherheitskreisen verlautete.

Die Ortschaft liegt nur knapp 500 Meter von der Stadt Fotokol in Kamerun entfernt, in der am Freitag bei Kämpfen mit nigerianischen Islamisten drei Soldaten aus dem Tschad getötet worden waren.

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