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Bolivien schenkt Papst einen Koka-Kuchen

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Bolivien schenkt Papst einen Koka-Kuchen

Bolivien will Papst Franziskus anlässlich seines Besuches im Juli mit einem Koka-Kuchen empfangen. Landwirte des südamerikanischen Andenstaates werden für das Oberhaupt der katholischen Kirche einen Kuchen aus Kokamehl backen, sagte Leonardo Loza, ein Vertreter der Kokabauern des bolivianischen Departements Cochabamba. Dazu werde dem Papst ein Mate-Koka-Tee gereicht.

"Wir werden unser Geschenk für Papst Franziskus eigenhändig zubereiten und hoffen, dass er es annimmt", sagte Loza dem Rundfunksender Patria Nueva. Ein Komitee aus 20 Kokabauern werde Franziskus das Geschenk überreichen. "Wir werden ihn bitten, sich gegen Korruption, Armut, Diskriminierung und Rassismus einzusetzen", sagte Loza. Franziskus wird am 5. Juli zu einer achttägigen Südamerika-Reise aufbrechen und Ecuador, Bolivien und Paraguay besuchen.

Koka-Sträucher werden in den Andentälern Boliviens, aber auch in Kolumbien und Peru angebaut. Ihre Blätter können zur Droge Kokain verarbeitet werden. In den Anden dienen die Blätter allerdings seit Jahrhunderten als Genussmittel und gelten unter anderem als hilfreich gegen die Höhenkrankheit. In Bolivien werden Tausende Hektar Koka-Pflanzungen legal betrieben. Evo Morales, der 2005 als erster Indio-Präsident des südamerikanischen Landes gewählt wurde, war einst selbst Koka-Bauer.

 

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