Schläge mit Jets und Drohnen

Schläge mit Jets und Drohnen

Bomben auf die Hauptstadt des Terrors

Fünf neue Angriffswellen flog die Anti-Terror-Allianz am Mittwoch: Weiter wurde gezielt Jagd gemacht auf mobile Trupps der ISIS-Miliz in Syrien und im Irak. Getroffen wurden Waffenlager der Terroristen in der Nähe der Rebellenhauptstadt Rakka, Nachschubrouten vor Bagdad sowie ISIS-Stellungen vor der strategisch wichtigen Stadt Ain sal-Arab an der türkisch-syrischen Grenze.

Geführt werden die Angriffswellen von den Amerikanern. Unterstützt werden sie von arabischen Partnerstaaten, darunter auch Saudi-Arabien: Saudi-Prinz Khalid bin Salman, Sohn des Kronprinzen, flog mit seinem F-18-Kampfjet Einsätze gegen die Terroristen-Hochburg Rakka in Nordsyrien. Nach dem Einsatz postete der Prinz ein Foto von sich auf Twitter.

Blogger aus Rakka: "Über uns Drohnen und Jets"
Hauptziel der Attacken bleibt Rakka, Hauptstadt der Islamisten-Milizen. 250.000 Einwohner hat Rakka, Tausende Dschihadisten aus Europa sind hier stationiert. Auch Firas Houidi, der Austro-Dschihadist aus Floridsdorf, hielt sich zuletzt in der Rebellenhochburg auf. Abdulkader Hariri, ein Blogger, schrieb via Twitter über die ersten Angriffswellen: „Der Himmel über Rakka ist jetzt voller Drohnen. Gewaltige Explosionen erschütterten die Stadt.“ Zuerst wurden Kommunikationszentren getroffen, dann Waffenlager und die vermeintliche Me­dienzentrale der Stadt.

Menschenjagd
Von hier verschickten die Dschihadisten ihre Gräuel-Videos. Nun machen sie Jagd auf vermeint­liche Westspione: „Jeder, der mit einem Handy in der Stadt gesehen wird“, reportiert der Blogger, „wird verhaftet.“

Terror
Zeitgleich mit den Angriffen auf Rakka nahmen US-Jets abermals das Hauptquartier der Terrorgruppe Khorasan ins Visier. Der Kuwaiter Muhsin, 33, führt die Miliz: „Sie sind gefährlicher als ISIS, planten Anschläge nach Vorbild von 9
11 in den USA“, sagt James Clapper, US-Geheimdienstchef.

K. Wendl

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Blogger: "Sie beten, morden, steinigen"

Unabhängige Berichte aus Rakka gibt es nicht. Ein Blogger, der sich Abdulkader Hariri nennt, schrieb nach der ersten Angriffs-Welle gegen Rakka: „Zuerst die Angriffe, jetzt Jagd auf Handy-Besitzer. Jeder, der ­fotografiert, wird verhaftet. In der Nähe eines Checkpoints schleppten sie junge Männer weg – Spionage für die USA. Todesstrafe.“

Köpfen
Rakka ist die Hauptstadt es Terrors: Dae’sh (so nennen sie die ISIS-Miliz) kontrolliert alles: „Fünfmal beten pro Tag. Musik verboten, Frauen müssen verschleiert sein. Bei Hinrichtungen müssen wir zusehen, selbst bei Steinigungen.“

Bestialisch werden „Siege“ gefeiert: „Sie schrauben abgeschnittene Köpfe auf Kühlerhauben, rasen damit durch die Stadt.“ Auch der Wiener Dschihadist Firas Houidi hielt sich in Rakka auf. Zuletzt postete er ein Foto mit einem abgetrennten Kopf in einem Sack.

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