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Briefbombe reißt Banker die Finger weg

Italien

Briefbombe reißt Banker die Finger weg


Angst vor dem Bomben-Phantom: Extremisten haben mehrere hochexplosive Briefe verschickt. Am Freitag gab es das erste Opfer: In Rom öffnete Marco Cuccagna (50), Direktor der Steuereinzugs-Firma Equitalia, ein Kuvert – es detonierte. Cuccagna wurde an den Händen verletzt, ihm musste der Teil eines Fingers amputiert werden.

Das Firmengelände wurde sofort von Spezialeinheiten untersucht. Die linksextremistische italienische Anarchistengruppe FAI hat sich zu dem Anschlag bekannt.

Bereits am Tag zuvor sorgte wahrscheinlich dieselbe Gruppe für Schrecken in der Finanzwelt: Ein Attentat auf Josef Ackermann (63), Chef der Deutschen Bank, konnte gerade noch vereitelt werden. Auch an ihn war ein A5-Kuvert adressiert. Inhalt: eine Bombe und ein Bekennerbrief.

Blutsauger
„Bankiers, Zecken und Blutsauger“ seien Adressaten der Bomben, wurde im Schriftstück erklärt. Und: Es sind noch zwei Bomben unterwegs. Sofort wurde sogar an der Wall Street in New York Alarmstufe Rot ausgerufen. Vor genau einem Jahr gab es bereits eine Bombenwelle der Anarchistischen Föderation. Zwei Menschen wurden damals schwer verletzt.

Ursprung des neuen Terrors ist wohl die Wirtschafts-Krise. Banker sind derzeit die Hassobjekte. Auch der italienische Businessman Cuccagna, denn sein Unternehmen ist zuständig für das Einziehen der Steuern.
Das Zittern geht weiter: Wo taucht die nächste Briefbombe auf? Und: Wie viele gefährliche Pakete sind wirklich noch in Umlauf?

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