Brüssel: Tausende bei Marsch gegen Terror

Belgien

Brüssel: Tausende bei Marsch gegen Terror

Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag in Brüssel mit einem Gedenkmarsch an die 32 Todesopfer der islamistischen Anschläge vom 22. März erinnert. Zum "Marsch gegen Terror und Hass" hatten unter anderem Kirchen und Vereine aufgerufen.

Das Hauptkontingent startete vom Nordbahnhof, eine kleinere Abteilung setzte sich im Brüsseler Stadtteil Molenbeek in Bewegung. Ziel war das Zentrum der belgischen Hauptstadt.

Marsch gegen Terror und Hass
Der "Marsch gegen Terror und Hass" sollte gegen 16.30 Uhr mit Ansprachen von Angehörigen der Opfer und anderen Betroffenen enden. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstrationsteilnehmer am frühen Nachmittag auf 2.000 bis 3.000. Die Organisatoren erwarteten bis zu 15.000 Menschen. Gegen Abend wollte Premierminister Charles Michel Überlebende der Anschläge, Rettungskräfte und Organisatoren der Demonstration empfangen.

"Wir werden das nicht zulassen"

Als Zeichen des Friedens trugen am Sonntag zahlreiche Demonstranten eine Blume bei sich. Im Demonstrationsaufruf hieß es: "Die größte Gefahr, die der Terror mit sich bringt, ist die, dass die Angst, die Militärpräsenz auf den Straßen und das Misstrauen gegen andere zur Normalität werden. (...) Wir werden das nicht zulassen."

Ursprünglich war der Gedenkmarsch bereits für den 27. März vorgesehen gewesen. Aus Sicherheitsgründen wurde er jedoch abgesagt. Zu den Bombenanschlägen am Brüsseler Flughafen Zaventem und in einer Metro im Stadtzentrum hatte sich die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannt. Mehr als 300 Menschen waren dabei verletzt worden.

Unterdessen wurde ein Nachfolger für die am Freitag zurückgetretene belgische Verkehrsministerin Jacqueline Galant ernannt. Der französischsprachige Liberale Francois Bellot, Abgeordneter und Bürgermeister der südöstlichen Stadt Rochefort, soll am Montagvormittag vor König Philippe vereidigt werden. Die Opposition hatte der ebenfalls liberalen Ministerin Galant nach den Attentaten schwere Versäumnisse bei der Sicherung der Flughäfen des Landes vorgeworfen.
 

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