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Bus krachte in Haus: Zwei Tote

Schneechaos in Deutschland

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Bus krachte in Haus: Zwei Tote

Deutschland versinkt im Schnee. in einigen Regionen geht das Streusalz zu Neige, Autobahnen sind zu, laufend passieren Unfälle. In Miltenberg (Unterfranken) ist ein Linienbus in ein Haus gefahren und hat mindestens zwei Menschen in den Tod gerissen. Mehrere Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Drei von ihnen kamen mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Bus hatte ersten Erkenntnissen zufolge etwa 40 Plätze.

Bürgermeister Biber: "Das ist schrecklich"
"Die Straßen sind schneeglatt", sagte Miltenbergs Bürgermeister Joachim Bieber (CSU). "Der Bus steckt völlig in dem Wohnhaus drin. So etwas habe ich noch nie gesehen. Das ist schrecklich", Bieber weiter.

Bus kam ins Rutschen
Der Bus rutschte laut Polizei auf einer abschüssigen Straße in einer leichten Linkskurve geradeaus. Dann donnerte er an einem zweistöckigen Haus vorbei und riss dessen Balkone ab. Keine 20 Meter von der Straße entfernt prallte der Bus schließlich in ein Mehrfamilienhaus. Weil die Einsatzkräfte unter und im Bus weitere Opfer vermuteten, rückte am Abend ein Kran an, um das Wrack aus dem Gebäude zu ziehen. Die Helfer waren mit einem Großaufgebot, unter anderem mehr als zehn Feuerwehrwagen, am Unfallort.

Busfahrer erliegt Verletzungen
Ein Fahrgast war sofort tot. Der Busfahrer erlag wenig später seinen Verletzungen. Acht Bewohner aus dem völlig zerstörten Wohnhaus und dem benachbarten Anwesen erlitten einen Schock. Auch eine Autofahrerin musste wegen eines Schocks behandelt werden. Sie war dem Bus auf der Straße entgegenkommen, hatte aber noch ausweichen können. "Der Bus steht bis kurz vor der Hinterachse in dem Anwesen", so Polizeisprecher Peter Rettinger. Nach ersten Erkenntnissen saßen in dem Bus nur der Fahrer und ein Fahrgast.

Pensionist stürzte vom Dach
In Bayern ist ein Pensionist beim Schneekehren vom Dach seines Hauses gestürzt und hilflos in seinem Garten erfroren. Ein Nachbar entdeckte den 69-Jährigen am Mittwoch tot vor dem Haus in Ruderting.

Man wollte Solaranlage freischaufeln
Nach bisherigen Ermittlungen versuchte der allein lebende Mann bereits am Samstag, mit einem Besen die verschneite Solaranlage auf dem Dach seines Hauses freizukehren. Dabei rutschte er ab und stürzte fünf Meter in die Tiefe auf den gefrorenen Boden. Aufgrund seiner Verletzungen konnte er niemanden verständigen und erfror.
 

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