CIA weist Folterbrericht zurück

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CIA weist Folterbrericht zurück

Eine Gruppe ehemaliger CIA-Chefs wies den Bericht als fehlerhaft und einseitige Darstellung zurück. Der Report enthalte "Fehler" hinsichtlich Fakten und Interpretation der CIA-Arbeit und widerspreche "der Realität", erklärte eine Gruppe früherer Agenten auf der Internetseite CIASavedLives.com (Die CIA hat Leben gerettet). Das CIA-Programm habe auch dabei geholfen, Terrorchef "Osama bin Laden zu finden".

Die CIA-Vertreter betonten außerdem, dass Weißes Haus und Justizministerium von Beginn an eingebunden gewesen seien. Ex-CIA-Chef George Tenet erklärte, der Präsident habe das Programm geleitet. Auch die Kongressführung sei unterrichtet worden. In dem Senatsbericht hieß es hingegen, Bush habe erst im April 2006 von den Verhörmethoden erfahren.

Die Republikaner kritisierten den Bericht als einen "politischen" Angriff auf die CIA und sprachen von einer "einseitigen" Sichtweise. Diese habe zu "falschen Analysen, ernsthaften Ungenauigkeiten und falschen Darstellungen der Fakten" geführt.

Der US-Senat hatte am Dienstag die Ergebnisse einer fünfjährigen Überprüfung von mehr als 6,3 Millionen Seiten an CIA-Dokumenten präsentiert. Der Bericht hebt hervor, dass der Geheimdienst bei Verhören von Gefangenen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 brutaler vorgegangen sei, als es erlaubt gewesen sei und als die CIA es vor der Regierung und der Öffentlichkeit zugegeben habe. Verwiesen wird auf Praktiken wie simuliertes Ertränken ("waterboarding") oder tagelangen Schlafentzug. In keinem einzigen Fall sei die CIA dadurch an Informationen gelangt, die eine "unmittelbar bevorstehende Terror-Bedrohung" ausgeschaltet hätten.

Dagegen verwahrten sich die Ex-CIA-Direktoren George Tenet, Porter Goss und Michael Hayden sowie drei ehemalige stellvertretende Chefs des Geheimdienstes im "Wall Street Journal". Der Bericht des Senats sei ein Angriff auf die Behörde, "die nach den Angriffen vom 11. September 2001 am meisten zum Schutz Amerikas getan hat". Durch die Verhöre sei man an Informationen gekommen, die Tausenden das Leben gerettet hätten. Wie in allen Kriegen habe es zweifelsohne Dinge gegeben, die nicht hätten passieren sollen. Solche Vorfälle seien aber dem Generalinspekteur der CIA oder dem Justizministerium gemeldet worden.
 

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