Casino-Raub: Flucht durch Grenzzaun-Tor

Spur verliert sich

Casino-Raub: Flucht durch Grenzzaun-Tor

Den Basler Casino-Räubern ist Sonntag früh die Flucht durch ein aufgebrochenes Tor des Grenzzaunes gelungen. Dieser Zaun sichert die über französischen Boden führende Schweizer Zollfreistraße zum Flughafen. Die Spur der Räuber verliert sich im Elsass.

Die Flughafenstraße ist eine lange Sackgasse, die beim gut bewachten EuroAiport endet. Ein Sprecher der Basler Staatsanwalt bestätigte am Dienstag erste Vermutungen, dass die Räuber die Straße vor dem Flughafen durch ein Stahltor verlassen haben, das normalerweise geschlossen ist: Das Schloss sei aufgebrochen worden.

Nach wie vor fehle jede Spur der zehn Räuber, die in der Nacht auf Sonntag mit Maschinenpistolen bewaffnet mehrere hunderttausend Franken erbeuteten. Letztmals gesehen worden seien die beiden silbernen Autos auf einer Quartierstraße in St. Louis (F) unweit jenes Tores. Schweizer und französische Ermittler kooperierten eng.

Die zehn Männer waren kurz nach vier Uhr vermummt direkt vor das Grand Casino an der Flughafenstraße gefahren. Sie schlugen Eingangs-Scheiben ein, bedrohten Personal und Gäste und bedienten sich an Kassen - zum gesicherten Tresor kamen sie nicht durch. Schüsse fielen; abgesehen von Schlägen wurde niemand verletzt.

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