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Aschewolke sorgt weiterhin für Sperren

Niederlande, England

 

Aschewolke sorgt weiterhin für Sperren

Vulkanasche aus Island hat am Montag erneut den Flugverkehr in Teilen Europas beeinträchtigt. In Großbritannien, Irland und den Niederlanden wurden mehrere wichtige Flughäfen zeitweise geschlossen. Die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol rechnete mit rund 1.000 Flugausfällen.

London wieder offen
Eine in der Nacht zum Montag verhängte Sperrung des Luftraums über London wurde am Vormittag aufgehoben: Nach Europas verkehrsreichstem Luftdrehkreuz Heathrow wurde später auch der zweitgrößte britische Flughafen Gatwick wieder freigegeben. Ein Heathrow-Sprecher warnte aber vor weiteren Verspätungen und Flugstreichungen. In Gatwick war am Vormittag etwa die Hälfte der Flüge ausgefallen.

Verlauf schwer vorhersehbar
Eurocontrol erklärte, die derzeitige Aschewolke werde sich voraussichtlich im Laufe des Tages weitgehend auflösen. Im Großraum London seien aber weitere Störungen möglich. Infolge der Sperrungen seien auch in angrenzenden Regionen Verspätungen zu erwarten, weil der Luftraum dort durch Ausweichflüge überfüllt sei.

Niederlande betroffen
In den Niederlanden sollten die Flughäfen Amsterdam Schiphol - Europas drittwichtigstes Luftfracht-Drehkreuz - und Rotterdam bis zum frühen Nachmittag geschlossen bleiben. In Irland wurde noch am Vormittag Entwarnung für den Flughafen der Hauptstadt Dublin erwartet. In den nächsten zwei bis drei Tagen sei nicht mit weiteren Problemen durch Vulkanasche zu rechnen, sagte der Chef der irischen Flugaufsicht, Eamonn Brennan, dem Radiosender RTE.

Kritik am Flugverbot
Airlines, die massive Verluste verkraften müssen, kritisierten erneut das Flugverbot. Der Präsident von Virgin Atlantic, Richard Branson, nannte die Schließung von Manchester "einen Witz". Ein Sprecher von British Airways sagte, die Fluggesellschaften sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie fliegen oder nicht. Der derzeitige Ansatz sei "zu restriktiv". Die britische Luftfahrtbehörde CAA verteidigte jedoch die Entscheidung, da die Sicherheit der Menschen oberste Priorität habe.

"Momentan sieht es nicht so aus als ob Flugverbotszonen Österreich erreichen werden", sagte heute, Montag, Austro Control-Sprecher Markus Pohanka. Man rechne in nächster Zeit nicht damit. Deutlich pessimistischer war man hingegen bei der ZAMG, die für die Nacht auf Mittwoch das Eintreffen der Vukanaschewolke mit beträchtlichen Konzentrationen ankündigte, die aber innerhalb weniger Stunden nach Ungarn abziehen würde.

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