Chodorkowski: So lief seine Rettung

Dramatisch

Chodorkowski: So lief seine Rettung

Donnerstag vor einer Woche um 16 Uhr: Der deutsche Unternehmer Ulrich Bettermann (67) stieg gerade aus seinem Privatjet (Cessna 525 Citation), als sein Handy klingelte. „Uli, es ist soweit. Wir müssen ihn abholen“, sagte sein Freund, Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher am Telefon.

Seine Crew sollte Putins Erzfeind Michail Chodorkowski (50) aus Russland raus und in die Freiheit nach Deutschland fliegen. Der war Stunden zuvor von Putin nach zehn Jahre Straflager begnadigt worden.

Bettermann machte seine Maschine abflugbereit. Pilot Heiko Bauer (54) erreichte er am Telefon in Salzburg. Der eilte sofort zum Flugplatz in Menden (Sauerland). Co-Pilotin sollte die 28-jährige Kim Schluthmann sein.

Am Freitagfrüh ging es los. Zuerst nach St. Petersburg: „Wir haben eine Stunde gewartet. Dann fuhr ein weißer Bus vor. Mehrere Männer in Zivil stiegen aus und brachten Chodorkowski zu uns“, sagt Pilot Heiko Bauer.

In der Maschine begrüßte Bauer seinen prominenten Passagier im Namen von Genscher. „Da wirkte er erleichtert. Der hatte Angst, im falschen Flieger zu sitzen.“
Zurück ging es nach Berlin. 15 Minuten vor der Landung kam er ins Cockpit, erkundigte sich nach der Flugstrecke. „Wir erklärten ihm, dass wir über Polen seien. Da strahlte er“, so Bauer. Kurz vor 15 Uhr landete der Jet in Berlin. Genscher holte Putins-Erzfeind ab. 12.900 Euro hat der Flug gekostet: „Ehrensache“, sagt Unternehmer Bettermann.

Autor: Saskia Aberle
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