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Costa Concordia wird geborgen

Seiten: 12

Italien. Montag, 15.50 Uhr: Die Welt blickt vor die toskanische Insel Giglio. Seit Stunden wird der 114.500-Tonnen- Koloss Costa Concordia geborgen, 20 Monate nach dem Unglück (32 Tote). Es ist ein Geduldsspiel, aber jetzt ist endlich der erste Erfolg sichtbar: Pool und Sportplatz an Deck der Costa, seit Jänner 2012 unter Wasser, tauchen langsam auf. Verdreckt, halb zerstört, aber immerhin: Das komplizierte Hebe-System (Kosten: 600 Millionen Euro) funktioniert.

Costa_Bergung_LIVE1.png © H24

Der Bergungs-Marathons im Protokoll:

9 Uhr: Bergung startet 
wegen Unwetter später
Die erste Hiobsbotschaft für das Team um Chef-Koordinator Nick Sloane (52): Ein Unwetter zwingt zur Verschiebung um drei Stunden.

12.41 Uhr: Jubel: Die Costa bewegt sich erstmals

Stunden später, Jubel in Giglio: Seilwinden ziehen das Schiff hoch und erstmals bewegt sich der Koloss leicht. An der Unterseite sind rostige Streifen erkennbar. Sie zeigen fortan den Fortschritt der Bergung an. Nur: Der Rumpf ist völlig verzogen.

12.49 Uhr: Concordia löst sich langsam vom Felsen

Das Schiff muss vom Felsen gelöst werden. Die Costa kann jede Sekunde brechen, sich verbiegen. Doch der Drahtseilakt gelingt: „Alles läuft nach Plan, die schwierigste Phase ist überstanden“, so Zivilschutzchef Franco Gabrielli.

Südafrikaner hebt die Costa 1/8
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Er rettete ein von Piraten in Brand gesetztes Schiff und kam havarierten Öltankern zur Hilfe - doch das italienische Kreuzfahrtschiff Costa Concordia sei seine bisher "größte Herausforderung", sagte der Südafrikaner Nick Sloane. Der Experte für Schiffsbergungen leitet seit dem vergangenen Jahr auf der toskanischen Insel Giglio die größte Bergungsaktion für ein Passagierschiff, die es je gegeben hat. Er steht dem 500-köpfigen internationalen Team vor, das monatelang die am Montag begonnene Aufrichtung des Schwiffswracks plante.
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Der am 5. Juli 1961 in Sambia geborene Sloane war gerade in Neuseeland bei der Bergung des Öltankers "MV Rena" im Einsatz, als der Ruf nach Italien kam. Seitdem ist er auf Giglio damit beschäftigt, Unmögliches möglich zu machen und Katastrophen zu verhindern. Wegen der Größe des Kreuzfahrtschiffs und wegen der Position, in der es sich befand, hätten sich viele gefragt, ob die Bergung überhaupt möglich sei, sagt der 52-Jährige mit dem rotblonden Haar.
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Einen Tiefpunkt erlitt der dreifache Vater, der seit 24 Jahren verheiratet ist, als die Aufrichtung des Schiffs wegen schwerer Herbststürme im vergangenen Jahr verschoben werden musste. Zudem erschwerte der harte Granitboden die Errichtung der Plattformen zur Stützung des Wracks. Kurz vor Beginn der Aufrichtung zeigte sich Sloane optimistisch - trotz aller Risiken. Weil die Hülle des Schiff langsam zusammengedrückt werde, habe die Aktion nicht mehr verschoben werden können.
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Sloane greift auf mehr als 30 Jahre Erfahrung zurück. Er begann seine Karriere 1980 bei der südafrikanischen Firma Safmarine. Seinen ersten größeren Job hatte er 1983 bei der Bergung des brennenden spanischen Öltankers "Castillo de Bellver" vor der Küste Südafrikas. 2011 war er an der Rettung des Tankers "Brillante Virtuose" beteiligt, der vor der Küste des Jemen von Piraten angegriffen und angezündet wurde.
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Aber auch an Land ist Sloanes Expertise gefragt. So hat er geholfen, zerstörte Ölpipelines und andere Ölanlagen in Afghanistan und im Irak zu reparieren, nachdem die USA in den Ländern einmarschiert waren.
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Sloane, der in der Öffentlichkeit eher scheu wirkt, erzählt in kleiner Runde bei einem Glas Wein in einer Hafenbar auf Giglio gern von seiner Arbeit. Auf seinem Handy zeigt er Fotos von seinen Jobs in aller Welt.
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Umweltschützer beobachten unterdessen genau, ob bei der Aufrichtung des Wracks giftige Chemikalien ins Meer gelangen. Bergungsmeister Sloane, der mit seiner erst 2011 gegründeten Firma Sloane Maritime Ltd den Auftrag bekam, hat einen Ruf zu verlieren.
Nick Sloane - Das ist der Retter der Costa Concordia Golfspielen - neben dem Segeln eines seiner Hobbys - kann Sloane auf Giglio nicht. Dafür ist die Toskana die Heimat seines Lieblingsweines Chianti. Gelingt die Aufrichtung und schließlich die Bergung der "Concordia", will Sloane das Ereignis gebührend feiern: "Ich stelle mir vor, wie ich auf der Brücke der Concordia stehe und eine Zigarre anzünde, während sie weggeschleppt wird."


15.27 Uhr: Kabel verhakt, erste Verzögerungen
Erstes kleines Missgeschick, das viel Zeit kostet: Die Kabel, mit denen das Schiff hochgezogen wird, haben sich verhakt.

17.01 Uhr: Bergung muss über Nacht fortgesetzt werden
„Bis zur Morgendämmerung wird die Costa Concordia wieder stehen“, versicherte Chef-Techniker Sergio Girotto bei einer Pressekonferenz .

05.00 Uhr: Laut Plan sollte Concordia aufrecht sein

Für den frühen Morgen ist geplant, dass die Costa steht.

Autor: (prj)

Diashow Alle Fotos: So läuft die Bergung

Der Rumpf konnte etwas mehr als ein Meter bereits aufgerichtet werden.

Der Rumpf konnte etwas mehr als ein Meter bereits aufgerichtet werden.

Der Rumpf konnte etwas mehr als ein Meter bereits aufgerichtet werden.

Der Rumpf konnte etwas mehr als ein Meter bereits aufgerichtet werden.

Der Rumpf konnte etwas mehr als ein Meter bereits aufgerichtet werden.

costa_reuters6.jpg

Der Rumpf konnte etwas mehr als ein Meter bereits aufgerichtet werden.

Der Rumpf konnte etwas mehr als ein Meter bereits aufgerichtet werden.

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