DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley tot

Deutschland trauert

DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley tot

Die DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley ist tot. Sie erlag Samstagmorgen im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden, wie die Robert-Havemann-Gesellschaft in Berlin mitteilte.

Bürgerbewegung
  Die gebürtige Berlinerin Bärbel Bohley galt als Symbol der Bürgerbewegung der DDR. Am 9. September 1989, zwei Monate vor dem Mauerfall, startete sie mit anderen Regimekritikern den Gründungsaufruf für die Bürgerbewegung Neues Forum. 1990 wurde sie als Abgeordnete des Neuen Forums in die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung gewählt.

   Enttäuscht reagierte sie auf die Tatsache, dass das Neue Forum nach der deutschen Wiedervereinigung schnell an Bedeutung verlor. Ab 1996 lebte und arbeitete Bohley vorwiegend im ehemaligen Jugoslawien, wo sie Hilfsprojekte betreute.

   Im November 2009 war Bohley Ehrengast bei der Preisverleihung des von APA und Bank Austria UniCredit vergebenen Journalistenpreises "Writing for CEE" in Wien. Sie hatte sich bei den Feiern zum 20. Jubiläum des Mauerfalls in Deutschland rar gemacht und merkte in Wien kritisch an, dass angesichts der "Posaunenklänge" der Feiern auch ein kritischer Blick auf die Wiedervereinigung nötig sei.

   Ein Gedanke habe sie ihr Leben lang begleitet: "Aufstehen und Nein sagen", sagte Bärbel Bohley. Es war ihr letzter Besuch in Österreich.

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