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Muslimbrüder bekennen sich zu Anschlägen

Damaskus

Muslimbrüder bekennen sich zu Anschlägen

Die syrischen Muslimbrüder haben sich zu den beiden Selbstmordanschlägen bekannt, bei denen am Freitag in Damaskus 44 Menschen getötet und mehr als 150 weitere verletzt wurden. Einer der "Jihad-Brigaden der siegreichen sunnitischen Partei" sei es gelungen, Gebäude der syrischen Staatssicherheit zu attackieren, hieß es in einer im Internet verbreiteten Erklärung der Gruppierung. Insgesamt vier Selbstmordattentäter seien im Einsatz gewesen. In den Reihen der "Banden" des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad habe es mehrere Tote und Verletzte gegeben.

Die Anschläge am Freitag im Bezirk Kfar Souseh richteten sich gegen Gebäude des Geheimdienstes und der Sicherheitskräfte; es waren die ersten und folgenschwersten Angriffe auf die syrischen Sicherheitsdienste im Herzen von Damaskus seit dem Beginn der Proteste gegen die Staatsmacht im März. Das syrische Staatsfernsehen hatte zunächst berichtet, das Terrornetzwerk Al Kaida stecke womöglich hinter den Attacken.

Tausende bei offizieller Trauerfeier
Unterdessen versammelten sich Tausende Menschen an der Omayyaden-Moschee zur offiziellen Trauerfeier. Dutzende in syrische Fahnen gehüllte Särge wurden am Samstag nach Augenzeugenberichten an der Menschenmenge vorbeigetragen und schließlich in dem Gotteshaus aufgestellt. Die Trauernden warfen Reis und Rosenblätter auf die Prozession. "Dies sind die Märtyrer des freien Syriens", riefen Anhänger von Präsident Assad.

Bei der fast zeitgleichen Explosion zweier Autobomben vor Gebäuden der syrischen Sicherheitskräfte und des Geheimdienstes sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana 44 Menschen ums Leben gekommen und weitere 166 verletzt worden. Ärzte in Krankenhäusern sprechen dagegen schon von 50 Toten.

Syrien sieht sich seit Mitte März landesweiten Massenprotesten ausgesetzt. Die Sicherheitskräfte gehen brutal gegen die Opposition vor. Seit Beginn der Proteste kamen nach UNO-Schätzungen mehr als 5.000 Menschen durch die Gewalt in Syrien ums Leben.

Die 1928 gegründete Muslimbruderschaft ist die älteste sunnitisch-islamistische Bewegung. Besonders aktiv ist die Bewegung in Ägypten, wo sie bei der Parlamentswahl antrat und aus der ersten Etappe als stärkste Kraft hervorging.

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