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Darum wird es für ISIS eng

Druck wächst

Darum wird es für ISIS eng

 In Syrien und dem Irak wächst der Druck auf die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Im Nordwesten Syriens mussten IS-Kämpfer am Mittwoch Rebellen weichen, die Menschenrechtlern zufolge einen IS-Belagerungsring um die Stadt Marea durchbrachen. Weiter östlich stand eine andere Gruppe Aufständischer nach eigenen Angaben unmittelbar vor der Einnahme der Stadt Manbij.

Im Irak meldete die Armee unterdessen Fortschritte im Kampf um die Stadt Falluja. Mit den zeitgleichen Angriffen an verschiedenen Fronten geraten die Islamisten so stark in Bedrängnis wie noch nie, seit sie vor zwei Jahren in Syrien und dem Irak ein Kalifat ausriefen.

Die im syrischen Marea bisher vom IS eingeschlossenen Rebellen der Gruppe FSA waren Insidern zufolge vor ihrem jüngsten Durchbruch von der Anti-IS-Koalition mit Waffen versorgt worden. Am Mittwoch erklärten zudem die Aufständischen der von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Front (SDF), sie könnten jederzeit in die IS-Stadt Manbij vorrücken. Aus Rücksicht auf Zivilisten gingen sie aber vorsichtig vor. Syrische Regierungstruppen waren bereits zuvor im Süden des Landes gegen den IS vorgerückt. Dabei wurden sie von der russischen Luftwaffe unterstützt.

Waffenruhe gilt nicht gegen ISIS

Offiziell gilt in Syrien eine Waffenruhe, von der aber Angriffe auf den mit allen Seiten verfeindeten IS ausgenommen sind. Der IS kämpft sowohl gegen die Truppen von Präsident Bashar al-Assad als auch gegen die Aufständischen, die selbst Assad stürzen wollen. Unterstützt von US-Spezialkräften hatten Oppositionsmilizen den IS im Grenzgebiet zur Türkei zuletzt schon zurückgedrängt. Die Region gilt als strategisch wichtig. Von dem IS-Gebiet aus waren wiederholt auch türkische Städte wie Kilis beschossen worden - was die Wahrscheinlichkeit eines Eingreifens türkischer Truppen in Syrien verstärkte.

Im irakischen Falluja kämpften sich Regierungstruppen nach eigenen Angaben in eine IS-Bastion vor, nachdem ihr Vorstoß vergangene Woche in den Außenbezirken ins Stocken geraten war. In der Stadt sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen deutlich mehr Zivilisten eingeschlossen als zunächst angenommen. Ihre Zahl liege eher bei 90.000 als bei 50.000, wie bisher geschätzt, sagte die für humanitäre Hilfe in im Irak zuständige UN-Vertreterin Lise Grande zu Reuters.
 

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