Video zum Thema Aufnahmen vom Inneren des Horror-Zugs
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Zugunglück in Bayern

Das Video aus dem Horror-Zug

Es sind Bilder, die schockieren. „Ich habe auch Angst“ – sagt eine Frau, ein Mann wimmert, ein anderer liegt blutüberströmt in den Trümmern von dem was vom Zug übrig geblieben ist. Am Ende mussten elf Menschen ihr Leben lassen.  Mittlerweile wurde der letzte Vermisste gefunden. Das Video, das ein Passagier des Horror-Zuges aufnahm,  lässt nur erahnen, welche schrecklichen Szenen sich in den völlig zerstörten Waggons abgespielt haben müssen. In dem Clip, der auf YouTube gestellt wurde, ist zu sehen wie chaotisch die Lage vor Ort war, viele konnten den Unfall zunächst nicht einordnen. „Ich glaube es war der Gegenzug“, sagt ein Mann.

Immer wieder sind Schmerzschreie und Flüche zu hören („Scheiße, Scheiße, Scheiße“). Es sind Bilder, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

10 Tote bei Zugunglück
Beim Zusammenstoß der Regionalzüge in Bayern kamen zehn Menschen ums Leben, wie es am Mittwoch vom Polizeipräsidium Rosenheim hieß.

Bei dem Zugsunglück waren außerdem 80 verletzt worden. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. Die Ermittlungen würden noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Spezialisten hätten mit ihrer Ermittlungsarbeit gerade erst begonnen, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Dem Bericht des RedaktionsNetzwerks Deutschland zufolge soll der Bahnbedienstete das automatische Signalsystem ausnahmsweise außer Kraft gesetzt haben, um einen verspäteten Triebwagen noch "quasi von Hand durchzuwinken". Der entgegenkommende Zug habe ebenfalls grünes Licht bekommen.

Suche nach Ursache beginnt
Die 37 Kilometer lange Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim wurde nach dem Unglück komplett gesperrt. Wann die Strecke wieder geöffnet werden kann, blieb zunächst unklar. Die Bergung der Trümmer wird aber wohl mehrere Tage dauern, da die Stelle schwer zugänglich ist. Ermittler versuchen nun, die Ursache des Unglücks zu ermitteln. Es soll auch Thema im Bundestag werden - der Verkehrsausschuss wird sich voraussichtlich bereits in der nächsten Sitzungswoche damit beschäftigen.

Es ist das schlimmste Zugunglück in Deutschland seit Jänner 2011. Damals starben zehn Menschen, als ein Nahverkehrszug bei Oschersleben in Sachsen-Anhalt mit einem Güterzug zusammenstieß. In Bayern gab es ein noch schlimmeres Unglück im Jahr 1975, als bei Warngau zwei Eilzüge frontal zusammenstießen und 41 Menschen starben. Das schwere Zug-Unglück von Eschede in Niedersachsen ereignete sich im Juni 1998: Nach dem Bruch eines Radreifens prallten dort mehrere Waggons eines ICE bei Tempo 200 gegen eine Straßenbrücke. 101 Menschen starben.

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