Das passierte wirklich in der Putsch-Nacht

WhatsApp-Chat des Militärs:

Das passierte wirklich in der Putsch-Nacht

Am 15. Juli kam es in der Türkei zu einem Putschversuch. Das Recherchenetzwerk "Bellingcat" soll nun den WhatsApp-Verlauf von 24 hochrangigen türkischen Soldaten veröffentlicht haben. Darin wird der Aufstand gegen Präsident Erdogan koordiniert. Die Nachrichtenverläufe geben einen tiefen Einblick in die Ereignisse.

WhatsApp-Gruppe

Laut Berichten der "Süddeutschen" wurde am Abend des Putschversuchs eine WhatsApp-Gruppe mit dem Namen "Yurtta Sulh" gegründet. Dieser Name spielt auf ein in der Türkei bekanntes Zitat des Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk an.

Skrupellosigkeit

Wie aus dem Nachrichtenverlauf erkennbar ist, agierten einige Soldaten skrupellos. "Wir haben vier Leute erschossen. Alles fein", berichtete zum Beispiel ein Major nach der Besetzung einer Militärschule im Istanbuler Stadtteil Cengelköy.

Auch wird befohlen, Zivilisten, die Widerstand leisten, zu erschießen. "Zerquetsche sie, verbrenne sie [...]. Wage es nicht, zu zögern", befahl ein anderer Major einem Soldaten laut dem "Focus".

Scheitern des Aufstands

Auch zum Scheitern des Aufstands gibt der WhatsApp-Verlauf Erkenntnisse: Gegen Mitternacht ordnete ein Oberst an, private Fernsehstationen schnellstmöglich zum Schweigen zu bringen. Da war es jedoch bereits zu spät, Präsident Erdogan konnte durch den Privatsender CNN Türk die Bürger rechtzeitig zum Widerstand mobilisieren.

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